Sheridan-Kaserne  
Konversionsflächen im Augsburger Westen:
Sheridan-Kaserne 69,1 ha
Vehicle Park 5,9 ha 5,9 ha
Sullivan Heights 10,2 ha
Cramerton 22,5 ha
Centerville Nord 14,0 ha
Centerville Süd 12,0 ha
Quartermaster 12,5 ha
Reese Kaserne 42,8 ha
Gesamtfläche 189,0 ha
SHERIDAN KASERNE PFERSEE GATE


Kasernengebäude vor dem Abriss (Diaschau).
Plan der Kasernengebäude
Denkort Halle 116
Augsburg lernt vom Ruhrgebiet
Luftbild der Konversionsflächen im Augsburger Westen
www.sheridan-kaserne.de Ergebnisse d.Planungswerkstatt



Geschichte:
Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sollte das zentrale Augsburger Krankenhaus entstehen. Im Zuge der nationalsozialistischen Hochrüstungspolitik wurden dann aber in den Jahren 1934-36 Kasernen errichtet:
  • die Neue Infantriekaserne (General-Kneußl-Kaserne, benannt nach Ritter von Kneußl Kommandeur der 11. bayerischen Infantrie-Division im 1. Weltkrieg) nach Plänen der Heeresbauverwaltung für das III. Bataillon des Infantrieregiments 40. Im Norden des Geländes.
  • Die Luftnachrichtenkaserne nach Entwürfen der Luftwaffenbauverwaltung für das Luftnachrichtenregiment 15 und das 7. Luftwaffen-Fernmelderegiment. Südlich des Mittleren Weges.
  • Die von der Heeresbauverwaltung geplante Heeresnachrichtenkaserne für die 27. Division im Nordosten des Geländes zwischen Mittlerem Weg und Graf-Bothmer-Str. wurde nicht gebaut.
Ehemaliges KZ-AussenlagerVon April 1944 bis April 1945 war in einer Halle der Luftnachrichtenkaserne am Grasigen Weg in der Nähe des Stadtbergen Gate (Gebäude 116) ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau mit 1000 - 2000 männlichen Häftlingen. Die meisten Häftlinge mussten bei Messerschitt in Haunstetten in der Flugzeugproduktion arbeiten. Täglich marschierten sie durch Pfersee zum Lokalbahngleis in der Nähe der Adlhochschule. Von dort wurden sie mit der Lokalbahn zum Werk in Haunstetten transportiert.

Nach dem Krieg bis zum vollständigen Abzug der Amerikaner aus Augsburg im Jahr 1998 wurde das Areal von der US-Army genutzt; nun zusammengefasst zur Sheridan-Kaserne, benannt nach dem Gefreiten Carl V. Sheridan, Träger der "Medal of Honor" der höchsten Auszeichnung für Tapferkeit im Kampf, die einem US-Soldaten verliehen werden kann.

Die folgenden Truppenteile waren in der Sheridan-Kaserne stationiert: Teile der 9.Infantrie-Division; das 9. Polizeitruppen-Geschwader; ein Polizeitruppen-Regiment; ein Panzerregiment; Teile der 43. Infantrie-Division, der 5. Infantrie-Division, der 11. Luftlande-Division, der 24. Infantrie-Divison und der 1. Infantrie-Division. Ab 1970 die ASA (Army Security Agency) Field Station.

Abriss und Neubebauung des Geländes sind weit fortgeschritten (Ende 2012).

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Zielkonzept
Aus einem ersten Strukturkonzept im Jahr 1998 wurde 1999 ein Zielkonzept für das Sheridan - Gelände entwickelt. Dieses Zielkonzept wurde vom Stadtrat bereits vor der Bürgerbeteiligung beschlossen.

Es sieht für die Sheridan-Kaserne folgende Nutzungen vor:

Im Westen des Geländes soll ein Gewerbegebiet entstehen (im Plan grau). Erschließung über die B17.

Eine Grünachse soll sich von Süden nach Norden ziehen (im Plan grün).

Im Osten der ehemaligen Kaserne sollen Wohnungen entstehen (im Plan braun).

Im Süden im Bereich der Kreuzung B17/Leitershofer Str. soll ein Park + Ride Platz errichtet werden (im Plan beige).

Für den Bereich des ehemaligen Offiziers-Kasinos wird eine Nutzung für Kultur, Kongresse, Tagungen unter Umständen mit angegliedertem Hotelbereich etc. angeregt(im Plan rot).

Der Vehicle Park südlich der B17 soll renaturiert werden.


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