20 Jahre Bürgeraktion
Augsburg, März 2004
    - Der Vorstand -   

Jahresbericht 2003 / 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der
BÜRGERAKTION PFERSEE,

zwei Jahre war Pfersee nur schwer erreichbar. Nach Umbau der Augsburger Strasse und Fertigstellung der neuen Luitpoldbrücke ist Pfersee wieder an das Straßenbahnnetz angebunden. Sind die Bürger vom Umbau der Augsburger Straße durchaus angetan, bleibt die Situation mit der Pferseer Unterführung nach wie vor unbefriedigend. Während sich die Stadträte um große oder kleine, südliche oder nördliche Lösung streiten, warten die Pferseer voller Ungeduld, wer endlich die Kraft hat diesen Gordischen Knoten zu durchschlagen.

Für Ihr Interesse danken wir Ihnen und möchten Sie bitten, uns auch weiterhin so wie bisher zu unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“

Dietmar  Egger    Gitta Hopp-Köhler      Bernhard Kammerer 
(Vorsitzender)      (stellv. Vorsitzende)   (stellv. Vorsitzender)



 

2003 / 2004 auf einen Blick Zum Seitenanfang

März
„Bürgerstammtisch“ - Mitgliederversammlung  mit Umweltreferent Thomas Schaller

April
„Pferseer Maifest“ - Die BÜRGERAKTION beteiligt sich mit dem Würstlstand

Mai
„Michael Kurz“ - Führung durch die Ausstellung im Architekturmuseum Schwaben mit Dr. Laible

Juni
Jahreshauptversammlung

„Kulturhauptstadt Europas 2003“ - dreitägige Exkursion nach Graz

Juli
„Baustellenparty“ - Die BÜRGERAKTION organisiert das Kinderprogramm.

September
„Eröffnung der Augsburger Straße“ - Die BÜRGERAKTION beteiligt sich am Programm

Oktober
Workshop Sheridan
KZ-Gedenkstätte

November
„Industriekultur mit Zukunft?“- Führung im Architekturmuseum Schwaben

Pferseer Unterführung „Tunnel der Fantasie“

Dezember
„Reisebericht Kulturhauptstadt Graz“ - Mitglieder stellen ihre Reiseeindrücke aus Graz vor.


Organisation
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Vorstand
Im Vereinsjahr 2003/2004 führen Dietmar Egger als 1. Vorsitzender, sowie Gitta Hopp-Köhler und Bernhard Kammerer als gleichberechtigte Stellvertreter den Verein. Die Kasse verwaltet Wolfgang Konrad, das Amt des Schriftführers teilen sich Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller. Als Revisoren fungieren Margarete Billian und Walter Schneider. Den Vorstand unterstützen die Beiräte Robert Bernhard, Uta Shaughnessy, Angelika Simak, Roswitha Staudinger und Georgine Truckenmüller.

Mitglieder
Die Zahl der Mitglieder verändert sich von 155 (01.01.2003) auf 154 (01.01.2004). Abschied müssen wir von unserem Mitglied Frau Schuler nehmen, die im April 2003 verstorben ist.

Kasse
Der Kassier und die Kassenrevisoren tragen ihren Bericht auf  der Jahreshauptversammlung vor. Die Berichte sind damit Bestandteil des Protokolls der Jahreshauptversammlung.

Mitgliederversammlung
  • 20.03.03   Mitgliederversammlung   
  • 04.06.03   Jahreshauptversammlung
  • 04.12.03   Mitgliederversammlung
Vorstandssitzungen
09.04.2003    20.05.2003    02.07.2003
16.09.2003    16.10.2003    20.11.2003
13.01.2004    17.02.2004    16.03.2004

Bürgerstiftung Augsburg Zum Seitenanfang

Die Anerkennung der Bürgerstiftung „Beherzte Menschen“ findet im November 2002 statt.

Mehr als 100 Stifter und Stifterinnen, darunter auch die BÜRGERAKTION PFERSEE , tragen zu diesem Erfolg bei. Da die Stiftung alle Kriterien einer Bürgerstiftung, wie wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit erfüllt, wird sie vom Bundesverband zertifiziert und erhält das Gütesiegel.

In der Anfangsphase konzentriert sich die Stiftung auf die Unterstützung von Projekten im Bereich Kinder und Jugendliche.

Natürlich freut sich die Stiftung auch weiterhin auf neue MitarbeiterInnen und StifterInnen.

Weitere Infos über die Augsburger Bürgerstiftung „Beherzte Menschen“ gibt es im Internet unter
www.buergerstiftung-augsburg.de

ARBEITSGEMEINSCHAFT  PFERSEER VEREINE (AGP)
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Fest zum Jahresprogramm der BÜRGERAKTION gehört die Beteiligung am Pferseer Maifest. Sieglinde Höß, Petra Kammerer, Angelika Simak und Peter Seyboth bilden jetzt schon seit Jahren die Stammbesatzung des Bratwurststandes. Unterstützt von weiteren Mitgliedern werden so Jahr für Jahr am Samstag vor dem 1. Mai rund 800 Paar Schweinswürstl gebraten und verkauft. Der Reinerlös geht in die Kasse der AGP und dient vorrangig zur Finanzierung des Maifestes, bei dem jedes Jahr der größte Maibaum von Augsburg vor der Herz-Jesu-Kirche aufgestellt wird. Nachdem die Stadt Augsburg bei den freiwilligen Leistungen sparen will und bereits angekündigt hat, die Zuschüsse an die Arbeitsgemeinschaften einzustellen, wird der von der BÜRGERAKTION organisierte Bratwurstverkauf  in Zukunft für die AGP eine der Haupteinnahmequellen sein.

Die BÜRGERAKTION PFERSEE wird in der AGP durch Angelika Simak und Peter Seyboth, der gleichzeitig das Amt des Schriftführers bei der AGP wahrnimmt, vertreten. Ziel ist es dabei, den Zusammenhalt der ortsansässigen Vereine nachhaltig zu stärken. Nachdem es in der Zwischenzeit gelungen ist, weitere Pferseer Vereine für die AGP zu gewinnen, sollte es auch noch möglich sein, gemeinsame Aktionen der Arbeitsgemeinschaft zu initiieren. So wollen sich die Pferseer im engen Schulterschluss mit den Arbeitsgemeinschaften der benachbarten Stadtteile im sozialen Bereich engagieren.
 

BÜRGERHAUS PFERSEE
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Im Beirat des Bürgerhauses ist neben dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt, dem Pferseer Jugendhaus „Linie 3“ und der „Arbeitsgemeinschaft der Pferseer Vereine“ (AGP) auch die BÜRGERAKTION vertreten.
 
Aufgrund der finanziellen (Kürzung der städtischen Zuschüsse um 5%) und personellen Situation (Reduzierung um eine „halbe“ Stelle) muss die bisher jeweils in den Sommermonaten stattfindende Spielaktion „Remmidemmi“ eingestellt werden.  Auch kann das Bürgerhaus auftretenden Künstlern keine festen Gagen mehr zusichern.
 
Erfreulich ist jedoch, dass die Räume des Bürgerhauses zunehmend von Vereinen gemietet werden, wobei Gruppierungen ausländischer Mitbürger im Vordergrund stehen. So ist z.B. das Café jeden Vormittag durch Deutschkurse für Frauen belegt, deren Muttersprache türkisch oder russisch ist. Aber auch so wird das Haus seiner Funktion als Haus für alle Bürgerinnen und Bürger gerecht.

Wer sich für das Programm des Bürgerhauses interessiert, findet entsprechende Informationen unter
www.buergerhaus-pfersee.de


Forum Augsburg lebenswert
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Das Forum ist ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen und Privatpersonen, denen es um die Verbesserung der Lebensqualität und der Umweltbedingungen in Augsburg geht. Die BÜRGERAKTION PFERSEE, vertreten durch Bernhard Kammerer und Robert Bernhard, arbeitet seit der Gründung in diesem Forum mit.

Im vergangenen Jahr waren die Themen vor allem:
  • Neubau der Anna-Garage
  • Mitarbeit im Forum Innenstadt
  • Zusammenarbeit mit der „Agenda nachhaltige Stadtentwicklung“
  • Mitarbeit bei den Planungen zum Bahnhof (regionale S-Bahn, Bahnhofsunterführung für die Straßenbahn, Neugestaltung des Bahnhofes).
Forum nachhaltige Stadtentwicklung
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Im Rahmen der Lokalen Agenda 21 beteiligt sich die BÜRGERAKTION PFERSEE auch am „Forum nachhaltige Stadtentwicklung“. Neben einem Kriterienkatalog mit Qualitätsanforderungen an künftige Planungen unterstützt uns das Forum mit einem hochkarätig besetzten „Runder-Tisch-Gespräch“ zum Thema Dierig-Flächen und mit einer Stellungnahme zum „Ackermann-Gelände“ in Göggingen, das insbesondere wegen möglicher Auswirkungen auf Planungen zum Projekt „Wertach Vital“ in unser Augenmerk rückt.
 

Zu Gast: der Umweltreferent
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Bereits fürs Vorjahr geplant, können wir Ende März den neuen Umweltreferenten Thomas Schaller bei einem Bürgerstammtisch begrüßen.

Dietmar Egger, Referent Thomas Schaller  (v.l.) im Gespräch

Zur Vorbereitung nimmt sich der Neu-Augsburger Schaller bereits einen ausgedehnten Samstag-Vormittag Zeit und wir können die einzelnen „Brennpunkte“ abradeln und vor Ort auf die Bedürfnisse und Chancen Pfersees aufmerksam machen. Mit den Themen: Gartenschau im Augsburger Westen, Wertach Vital, Dierig-Flächen, Spielmeile am Mühlbach, flächenhafte Verkehrsberuhigung oder Lärmschutz an der B 17 könnte unser Stadtteil das Umweltreferat auch alleine voll beschäftigen. Ganz ungewohnt von Verwaltungsseite zu hören wünscht uns Herr Schaller: „Noch mehr Mut, um das zu erreichen, was Sie erreichen wollen“.

Umbau Augsburger Straße
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Unübersehbar dominiert wird das Jahr 2003 von den Umbauarbeiten in der Augsburger Straße. Zum Schulbeginn im September verfügen die Pferseer wieder über den lange ersehnten Straßenbahnanschluss, im Herbst sind dann auch die Fußwege wieder durchgängig benutzbar.


Bei der „Baustellenparty“ organisieren wir das Kinderprogramm

Im Juli haben die Pferseer Gelegenheit ihr Stadtteilzentrum einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. 2 Tage lang wird die Augsburger Straße von St. Michael bis zur Lutzstraße zur 800 m langen „Baustellen-Partyzone“. Wir können uns nicht nur in die Konzeption der tollen Gemeinschaftsaktion von Einzelhändlern und Gastronomen einbringen, sondern sind am neuen „Spinn-Web-Platz“ mit einem Programm vertreten, das sich gezielt an die jüngsten Pferseer wendet. Dem Andrang am Trampolin werden wir dabei kaum mehr Herr und mit seinen Erfolgen bei unserem mittlerweile legendären Kettcar-Rennen am Mühlbach  entlang  wird  mancher  Pilot  heute  noch prahlen. Der Erlös der Aktion ist dann auch beim Kindergarten „Maria Stern“ willkommen, der uns selbstlos die Boliden überlassen hat.

Buchstäblich in letzter Minute gelingt die Durchsetzung von Tempo-30 in der Augsburger Straße  nachdem  sich  auch  die  VGA unserer


(Bild)
Gedränge an unserem Infostand bei der feierlichen
Eröffnung der Augsburger Straße.


Forderung anschließt. Zum Umbau befragen wir Passanten und erhalten zu mehr als 75 Prozent Zustimmung. Vor allem Familien mit Kleinkindern und unsere älteren Mitbürger begrüßen die aufgeweiteten Fußwege, die bequem erreichbare Straßenbahn und eine deutlich leichter zu querende Augsburger Straße. Die Voruntersuchungen zur Ausweisung eines Sanierungsgebietes führen bis Anfang ‘04 noch zu keinen Ergebnissen. Die Plätze vor Herz-Jesu und St. Michael und Verbesserungen für Radfahrer bleiben weiterhin auf der Tagesordnung.

Mobilitätsdrehscheibe
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Ende des Jahres kommt Dynamik in das an dieser Stelle bereits zum Dauerbrenner avancierte Thema „Umbau des Hauptbahnhofes“. Vorbild für die favorisierte Planung ist eine Lösung, wie sie in Rostock bereits umgesetzt wurde: Die Straßenbahnen sollen in einem Tunnel auf der „Ebene –2“ direkt unter die Bahnsteige (Ebene 0) und die zu verbreiternde Mittelunterführung (Ebene -1) geführt werden und ein Umsteigen auf kürzestem Wege ermöglichen. Die Pferseer könnten diesem Konzept zufolge künftig über einen verlängerten Mitteltunnel den Bahnhof auch von Westen zu Fuß erreichen.

Diese Entwicklung ist zu einem großen Teil den unermüdlich ackernden Behindertenverbänden zu verdanken. Bei einer Anhörung im Dezember geben wir dennoch unserer Skepsis Ausdruck, denn die Situierung der Tramhaltestelle senkrecht zu den Gleisen im Passagierbahnhof passt bisher nicht zum Liniennetz.

Zur Erinnerung:
Im März 2003 wurde ein Konzept zur Verknüpfung von Nah- und Fernverkehr vorgestellt, das auf den Bahnhof lediglich tangierende Streckenführungen der Linie 5 im Westen und der Linie 3 oder 1 im Osten setzt. Als „einsame Rufer in der Wüste“ mahnen wir daher an, auch eine kostengünstige oberirdische Variante zu prüfen mit einem ausschließlich für Verkehrsmittel des Umweltverbundes reservierten Bahnhofsvorplatz, Tramhaltestellen vor der Viktoriapassage und einer Anbindung von Göggingen über die Ladehöfe südlich der Halderstraße.

Weiterhin ungeklärt, trotz investierter Planungsmittel in Höhe mehrerer Millionen, ist das Schicksal des verrammelten „Posttunnels“, der mit wenig Aufwand als Zwischenlösung Bahnkunden den Zugang zu den Gleisen ermöglichen könnte – die Bahntöchter „Station und Service“ und „Netz“ können sich nicht einigen, wer die Beleuchtung montiert.

Tunnel der Fantasie
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Ein Weg zur Kulturhauptstadt führt jetzt auch durch die Pferseer Unterführung. Nach der  „Kulturpalette“ entsteht bei Bewerbungsintendant Thomas Höft die Idee, städtische „Unorte“ über den Umweg künstlerischer Überarbeitung ins Augenmerk zu rücken – die 1. Wahl trifft mit der Pferseer Unterführung auch einen würdigen Vertreter der Gilde. Und da der desolate Zustand unserer „Kohlenrutsche“ zuallererst einen täglichen Afront gegenüber den Nutzern darstellt, werden zuvorderst die Augsbürger animiert, sich in die Umgestaltung einzumischen. Bemerkenswert unkompliziert stellt das Tiefbauamt Material und Ausrüstung bereit und unter Führung der Hamburger Künstlerin Edda Rosemann wird – bei äußerst ungeeigneten Temperaturen – der Tunnel zur farbenprangenden Galerie. Die BÜRGERAKTION wird früh in die Pläne eingeweiht und so können wir den Kontakt vor allem zu Schulen und Kindergärten im Stadtteil herstellen. Im Endeffekt kommen zwar nicht alle Malwilligen zum Zuge – aber dem aufmerksamen Betrachter bleiben die Pferseer Beiträge sicher nicht verborgen. Bilder

Mitgliederfahrt nach Graz
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Die Diskussion um die Bewerbung Augsburgs als Kulturhauptstadt 2010 hat uns neugierig gemacht: Was ist eine Kulturhauptstadt? Was hat man davon? Warum sollte sich Augsburg bewerben?

Und als wir hören, dass in Graz auch die Stadtteile in das Programm eingebunden werden, fällt der Beschluss: Graz wird heuer das Ziel unserer  jährlichen Mitgliederfahrt.

Kunsthaus Graz: Neues Wahrzeichen am Fluss Mur

Ende Juni bringt uns die Bahn nach Graz, wo uns schon am Hauptbahnhof eine künstlerisch gestaltete Ankunftshalle erwartet. Zwei Tage lang lassen wir uns durchs alte, aber auch durch das moderne Graz führen. Ein sorgsam bewahrtes Weltkulturerbe bekommen wir zu sehen, aber auch moderne und modernste Architektur wird uns gezeigt. Die Stadt an der Mur, die mit südlichem Flair aufwartet, bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, Theater, Musikdarbietungen und anderen Events bis weit in die Nacht hinein an, das wir nur in Bruchteilen aufnehmen können.

(Bild)
Helmut Strobl erzählt, wie Graz Kulturhauptstadt wurde

Helmut Strobl, ehemals Grazer Kulturstadtrat und maßgebender Initiator der Kulturhauptstadt Graz, gibt uns fachkundige Erläuterungen und Tips für eine erfolgreiche Bewerbung: ein selbstbewußtes Auftreten, ein ausreichender Etat (!), ein durchschlagendes Marketingkonzept, Einigkeit in der Stadtspitze und einen Intendanten mit guten Verbindungen, der die Szene kennt, aber nicht mit ihr „verbandelt“ ist (und den Augsburg wohl bereits hat).

Und wie sich die Bevölkerung in das Kulturprogramm einbinden lässt, erzählt uns Magister Hans Putzer. Von ihm stammt die Idee der siebzehn Grazer Kulturbezirke: Jeder Stadtteil präsentiert sich auf seine Art: Die aus 187 eingereichten Ideen ausgewählten Projekte gehen vom gemeinsamen Kochen, über Einbindung der ausländischen Bevölkerung, sportliche Aktivitäten, dem Bau von Baumhäusern  bis zu Gestaltungswettbewerben. Im Ergebnis: Graz 2003 - eine ganze Stadt wird kulturell aktiv!

Beeindruckt und begeistert kehren wir nach Augsburg zurück. Hat Augsburg eine Chance? Genau diese Frage wollen wir nicht beantworten. Aber wenn es Augsburg gelingt, sich gegenüber den Mitbewerbern durchzusetzen, dann ist dies eine ganz tolle Chance. Graz hat zweifelsohne einen „Knaller“ gesetzt. Diesen zu toppen, dürfte nicht nur für Augsburg schwer werden. Ob dies überhaupt notwendig ist, ist  durchaus eine Diskussion wert. Wesentlich scheinen uns kreative Ideen zu sein, mit der „Palette“ und dem „Tunnel der Fantasie“ wurden bereits hoffnungsvolle Akzente gesetzt. Diese auszubauen, das Profil der Stadt als Stadt des Friedens zu schärfen, das könnte durchaus ein erfolgversprechender Weg sein.


Der Uhrturm auf dem Schlossberg und sein Schatten

Und dass neben dem Programm noch einiges andere wichtig ist, haben wir als „Fremde“ in Graz gesehen: Eine gute Einbindung des öffentlichen Nahverkehrs in die Programmgstaltung, eine funktionierende Gastronomie und ein leistungsfähiges Hotelangebot. Hier erscheinen uns noch Kraftanstrengungen in Augsburg angebracht.
                                                               
Ausgespielt
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Mehr als 100 Bürger machen November 2002 im Pfarrsaal Herz Jesu nochmals deutlich, dass sie mit den Planungen zur neuen Nutzung des Dierig Geländes nicht einverstanden sind.


Wo früher die Pferseer Jugend sich austoben konnte, wird in naher Zukunft
eine dichte Bebauung die letzte Freifläche in Pfersee Nord belegen.


Die Stadt bleibt trotz der begründeten Einwände der Bürger und der fundierten Kritik des „Fachforums nachhaltige Stadtentwicklung“ bei ihren Plänen. Das Gelände wird zerstückelt, die deutlich verkleinerte Grünfläche hat stark privaten Charakter. Eine Erschließungsstraße zerschneidet das Gelände. Für Jugendliche ist nichts vorgesehen. Sie sollen auf einen Platz außerhalb verbannt werden. Ob der aber entsteht, ist genauso fraglich wie der Schulsportplatz, welcher der Spicherer Schule versprochen ist.

Problematisch wird die Situation auch für den gewachsenen Gewerbestandort, der in Zukunft von dichter Wohnnutzung umgeben sein wird. Die ökologische Ausgleichfläche, die durch die Neunutzung erforderlich ist, soll nicht im grünarmen Pfersee Nord sondern in Lechhausen entstehen! Die Planungshoheit ermöglicht der Stadt auch völlig absurde Lösungen.

Ein solcher Umgang mit Anregungen von Bürgern zur Neugestaltung der unverzichtbaren Freifläche unter einer rotgrünen Stadtregierung ist bis zu diesen Entscheidungen nicht vorstellbar gewesen. Die Gründe für das unveränderte Festhalten an der Planung sind nicht nachzuvollziehen.

Immerhin haben Pferseer Stadträte aus allen Fraktionen sowie einige SPD- und die Grünen Stadträte gegen diese Planung gestimmt. Der Mehrheit waren die Argumente aus dem Stadtteil aber gleichgültig. Erleichtert wird der Stadt das Vorgehen dadurch, dass sich der SV-Dierig seine Rechte an dem Gelände abkaufen lässt und über die Ackermannstrasse nach Kriegshaber zieht.

Über Jahrzehnte hat die Freifläche mit Kleingärten und Sportplatz zur Naherholung gedient und verschiedene Nationalitäten zusammengebracht. Der Verlust ist schmerzlich und wird sich auf den ganzen Stadtteil auswirken. Die BÜRGERAKTION nutzt auch die letzte Möglichkeit der Auslegung des Bebauungsplanes im Dezember 2003 um auf die Problematik hinzuweisen und Lösungen für Jugendliche einzufordern.

Pfersee boomt! Zum Seitenanfang

Allein von 1999 bis 2000 wuchs die Pferseer Bevölkerung um 1.234 auf 19.172 Einwohner. Während Augsburg zwischen 1992 und 2000 insgesamt 21.168 Einwohner verloren hat, sind im gleichen Zeitraum in Pfersee 1.687  hinzugekommen. Und seither dürften durch den Zuzug in die ehemaligen Amerikanersiedlungen noch weitaus mehr Bürger ihre neue Heimat in unserem Stadtteil gefunden haben.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Fast jeder zehnte Pferseer war 1996 ein Kind unter zehn – diese Kinder sind heute Jugendliche. In Pfersee Nord war damals der Anteil der ausländischen Kinder und Jugendlichen besonders hoch: Bei Kindern bis 6 Jahre betrug er über 40 Prozent – diese Kinder sind heute bis zu 14 Jahre alt. Der Dierig-Sportplatz war für viele dieser Jugendlichen ein Platz,  wo sie sich austoben und überschüssige Energien „wegbolzen“ konnten. Diese Möglichkeit fehlt nun in Pfersee.

Über die Altersstruktur der Bevölkerung in den neu hinzugekommenen Gebieten wie Cramerton und Centerville liegen derzeit keine Statistiken vor. Es steht zu vermuten, dass auch hier der Anteil der Jugendlichen sehr hoch ist. Wo können sich diese Jugendlichen wohnortnah austoben? Welche Angebote gibt es für sie? Was fehlt? Um diesen Fragen nachzugehen, wäre eine Stadtteilkonferenz zum Thema „Kinder und Jugendliche in Pfersee“ notwendig, an der sich alle Institutionen beteiligen, die in unserem Stadtteil Angebote für Kinder und Jugendliche machen. Wir wollen im kommenden Jahr dieses Thema  vertiefen.

Grasiger Weg: offen oder zu?
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Das Verkehrskonzept für die Sheridan-Kaserne ist ein wichtiges Thema bei der neuen Nutzung. Die Frage, ob der „Grasige Weg“ geöffnet wird, ist durch die Entscheidung des Stadtrates im Jahr 2001, nur den ersten Preisträger des Ideenwettbewerbes weiter zu entwickeln, entschieden. Dennoch wird in der Bürgerwerkstatt bis zum Sommer 2003 nach sinnvollen Alternativen gesucht. In der Zwischenzeit steht fest, dass es diese nicht gibt:
  • Die Öffnung des Weges würde die öffentliche Erholungsfläche im Neubaugebiet stark belasten, da viel zusätzlicher Durchgangsverkehr angezogen würde.
  • Die  neue Straße würde die Bgm.-Ackermann-Straße entlasten, der Verkehr sucht sich dann aber den weiteren Weg durch das Zentrum von Pfersee  in Richtung Innenstadt. Belastet wären damit vor allem Bgm.- Bohl- Straße, Teile der Leitershofer-, Chemnitzer- und Lutzstraße.
  • Lösungen für bestehende und künftige Verkehrsprobleme liegen allein in der Verkehrsberuhigung. Dafür gibt es seit 1997 konkrete Konzepte, die allerdings in den letzten Jahren nicht weiter verfolgt wurden.
Eine neue Bürgerinitiative aus Pfersee Süd will die Öffnung des Weges erreichen, weist aber nicht auf die Folgen für den Stadtteil hin. Die BÜRGERAKTION PFERSEE  hofft, dass die Anwohner die Lösung der Probleme endlich dort fordern, wo sie auch gefunden werden kann: in der umfassenden Verkehrsberuhigung des Stadtteiles. Dafür wird sich die BÜRGERAKTION weiter einsetzen und mit jedem zusammenarbeiten, der diesen Weg mitgehen will.

Halle 116 Zum Seitenanfang

In drei öffentlichen Workshops werden seit 2003 Überlegungen angestellt, wie mit der Geschichte des Augsburger Kasernengürtels im Westen, von dem noch die Reese- und die Sheridan-Kaserne erhalten sind, umgegangen werden kann.

Ein Schwerpunkt dabei ist die zukünftige Nutzung der Halle 116. Dort, direkt am westlichen Ausgang der Sheridan-Kaserne, am Stadtbergen Gate, ist in den letzten Jahren des 2. Welkrieges ein KZ-Außenlager untergebracht. Bis zu 2000 Zwangsarbeiter, die damals in der Halle unter unwürdigen Bedingungen gefangen gehalten werden, leben und leiden hier. Die Halle ist weitgehend unverändert erhalten.

Wie wichtig ein solch authentischer Ort für die Geschichtsarbeit ist, wird vor allem deutlich, als Praktiker aus ganz Deutschland der Bürgerwerkstatt über Projekte, die sie betreuen, berichten.

Die Stadt Augsburg hat in der Zwischenzeit erklärt, das sie die Halle erhalten will. Ein Teil der mehr als 5000 qm Nutzfläche könnte ein Gedenkort werden. Voraussetzung ist allerdings ein tragfähiges Nutzungskonzept, welches das Kulturreferat erarbeiten soll. Um die Stadt dabei zu unterstützen haben sich Bürger zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Weitere Freiwillige und Ideen sind dabei noch sehr erwünscht.

Reese-Kaserne
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Noch eine Konversionsfläche spielt in der Nachbarschaft eine Rolle. Die Reese-Kaserne liegt zwar im Stadtteil Kriegshaber, aber als Endpunkt des angedachten Grünzuges (nach dem Wittelsbacher Park und den Siebentischanlagen die erste neue Parkanlage seit ca. 100 Jahren, obwohl Augsburg mittlerweile gut doppelt soviel Einwohner aufweist) im Augsburger Westen und dem Kulturhaus „Abraxas“ sind die Bezüge zu Pfersee unübersehbar.

Auch hier wird die Bürgerbeteiligung von den bewährten Kräften des Vereins „Urbanes Wohnen“ aus München moderiert. Nach einer konzeptionellen Phase, die zu Erhebungen nicht nur der Geschichte des Geländes, sondern auch zur Situation der mittlerweile ansässigen Zwischennutzer führt, wird europaweit ein Ideenwettbewerb durchgeführt. Das prämierte Konzept sieht einen behutsamen Umgang mit vorhandenen Baustrukturen vor – z.B. sollen alte Pferdeställe nicht abgebrochen, sondern umgenutzt werden. Das Umfeld des „Abraxas“ soll zum „Kulturpark-West“ mit Raumangebote für Künstler und Kreative entwickelt werden. Die Absicht, einen Standort für eine mögl. Bundesgartenschau zu erhalten, wird weiterverfolgt.

Wir regen im Rahmen der Bürgerwerkstatt „Forum Reese“ an, die tangierenden Achsen Bgm.-Ackermann- und Ulmer Straße – jeweils mit Straßenbahnlinien – als urbane Räume zu verstehen und auch die Nähe zum Oberhauser Bahnhof nicht zu verachten.

Supply-Center
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Ende Oktober `03 wird eine überarbeitete Fassung des Bebauungsplanes bekannt, die einige Verbesserungen gegenüber den - unsererseits kritisierten - Vorplanungen aufweist: Der „Wagenburg“-Charakter der vorgesehenen Bebauung wird durch getrennte Erschließungsringe etwas aufgelöst, auf den vorgesehenen Bolzplatz an der Flandernstraße (Ersatz für Schulsportplatz auf Dierig-Fläche) wird unmissverständlich hingewiesen um mögliche Konflikte mit dem geplanten Einfamilienhausgebiet bereits vorab zu vermeiden.

Wir freuen uns, dass unsere Forderung nach einem Schulweg in akzeptabler Qualität zur neuen Columbus-Schule von Schulreferat und Polizei aufgenommen und unterstützt werden. Die angebotene Verbesserung beschränkt sich dann im Wesentlichen auf eine direkte Fortführung der geplanten Fuß- und Radwegeverbindung zur Schule westlich der sog. „Chapel“ – ohne einen Umweg über die Hooverstraße. Die Ohnmacht der Stadtplanung wird in der Abwägung fast lyrisch umschrieben: „Bei der Realisierung dieses Vorhabens steht der Stadt ein privater Investor zur Seite, der die finanzielle Absicherung des Vorhabens sicherstellt. Demzufolge spielen für die Grundkonzeption der geplanten Nutzungen neben den städtischen, städtebaulichen Belangen und Interessen auch die Vorstellungen des Investors eine Rolle.“

Bis zur Drucklegung dieses Berichtes ist weder ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet, noch der Bebauungsplan abgesegnet.

Die vier Grazien
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Zum Neubau der Goggelesbrücke wird ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Die vier  Siegerentwürfe bringen wir mit Unterstützung der Stadtsparkasse nach Pfersee. In der Ausstellung im Frühsommer können sich die Pferseer überzeugen, dass das ans Herz gewachsene Bauwerk mit dem markanten Aufbau eine elegante und würdige Nachfolgerin bekommt.

Eine elegante Brücke soll künftig über die Wertach führen.

Was unter dem Titel „die 4 Grazien“ präsentiert wurde, hat bisher allerdings keinen Abschluss gefunden. Zwar hat sich der Stadtrat einstweilen darauf besonnen, dass der Hochwasserschutz zu den fundamentalen Aufgaben kommunaler Daseinsvorsorge zählt und den Abbruch des vorhandenen Wehres beschlossen. Bisher nicht entschieden wurde aber, welcher der prämierten Entwürfe letztendlich ausgeführt werden und wie die neue Brücke aussehen soll. Wegen knapper Mittel wird ein Neubau erst für 2006 avisiert. Nur zum Vergleich: für den Neubau wird mit Kosten von einer Mio. EUR grechnet – die bisher bekannte Kostenüberschreitung bei der Luitpoldbrücke beträgt 7,5 Mio. EUR.

Goggele ade
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Der Stadtrat hat Anfang 2004 dem Abriss der Goggelesbrücke zugestimmt. Denn das Goggeleswehr ist nicht nur eine Gefahr bei einer Verklausung des Wehres durch angeschwemmte Bäume, sondern

der geplante Hochwasserschutz wäre wohl bei einer Erhaltung des Wehres ohne „Hochwasserschutz“- Mauern an der Hessenbachstraße nicht zu verwirklichen. Zudem bildet das Wehr eine mehrere Meter hohe Barriere in der Wertach, die der geplanten Renaturierung entgegensteht.

Faszination und Gefahr: Die Goggelesbrücke bei Hochwasser
Deshalb sieht es jetzt so aus, als müssten sich die Pferseer von einem liebgewonnen Wahrzeichen verabschieden. Hoffentlich läßt die zugesagte Ersatzbrücke nicht zu lange auf sich warten. Leider hat der durchgeführte Architektenwettbewerb für eine neue Brücke auch nicht annähernd eine so spektakuläre Lösung angeboten, wie sie die Goggelsbrücke mit ihrem tosenden Wasserfall darstellt.

Wertach Vital II
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Seit November 2001 wird das Projekt „Wertach Vital II“, dessen Aufgaben der Hochwasserschutz und die Gewässerentwicklung sind, von einer Bürgergruppe begleitet. Ein vorläufiger Zeitplan sieht für die Fertigstellung der vier Abschnitte wie folgt aus:

Der 1. Abschnitt von der Bürgermeister-Ackermann-Straße bis zur Luitpoldbrücke soll im ersten Quartal 2006 fertig sein.

 „Musterstrecke“ südlich der Luitpoldbrücke

Der 2. Abschnitt, die rechte Wertachseite vom Kanalwehr bei der Kulperhütte bis zum Gögginger Wehr, soll bis zum zweiten Quartal 2006 realisiert sein.

Der 3. Abschnitt von der Luitpoldbrücke bis zur Kanalüberleitung bei der Kulperhütte soll im dritten Quartal 2006 fertiggestellt sein.

Der 4. Abschnitt, die linke Wertachseite vom Gögginger Wehr bis zur Localbahnbrücke, soll, da in diesem Bereich der neue Deichverlauf noch nicht geklärt ist, erst bis zur Mitte des Jahres 2008 fertig sein.


Michael Kurz - Bauen für die Kirche
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Für den 16. April 2003 organisiert die BÜRGERAKTION eine Führung im Architekturmuseum Schwaben. Ulrike Laible zeigt uns die auf ihrer Dissertation basierende Ausstellung über Michael Kurz, Architekt der Herz-Jesu-Kirche.

 Michael Kurz, geboren und aufgewachsen in Niederbayern, kam 1907 nach Pfersee um, wie vertraglich vereinbart, die Bauleitung der neuen Kirche zu übernehmen, und er blieb in Augsburg ansässig. Herz Jesu, der erste Kirchenbau von Kurz, erinnert in ihrer äußeren Gestalt noch an romanische Kirchen, allerdings verzichtet Kurz fast vollständig auf historisierenden Bauschmuck und löst sich damit von seinen Lehrern. Eine Ausnahme bilden die kleinen, säulengetragenen Dächlein an der Westseite, die an die Zwerggalerien der romanischen Dome wie z.B. in Worms erinnern.

Weitere Werke von Kurz sind die Kirchen St. Heinrich in Bamberg, St. Anton im Augsburger Antonsviertel  sowie St. Maria Himmelfahrt in der St. Afra Siedlung in Mering.

The winner is...
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Eine verblüffend einfache Lösung bahnt sich an – zu guter Letzt:  Der Luitpoldbrücke, war zu hören, ist ein Preis verliehen worden. Und da jeder weiß, dass wer verleiht, über kurz oder lang auch wieder auf Rückgabe besteht, ist sonnenklar – wir haben umsonst geunkt und das Finanzdesaster grundlos dräuend pechschwarz ausgemalt. Noch dazu – die Lösung scheint  übertragbar: Die Stadt kann munter weiter am Bedarf vorbei planen, sie muss nur darauf achten, dass der jeweilige Preis auf keinen Fall im bunt drapierten Geschenkkorb daherkommt. So ein Preis, des Wanderns müd, bleibt dir auf ewig. Aber für die Brücke ist`s uns nun nicht mehr bange, selbst wenn der Preis von 12 Mio. EUR noch weiter aufgestockt wird – wir geben ihn bei der erstbesten Gelegenheit zurück. Genauso wie die Preise, die noch zu erwarten sind für:

Die innovativste Beschilderung
Die Brücke war weitgehend fertiggestellt, da musste überraschend noch auf eine lokal und sporadisch verkehrende Bahn reagiert werden. Weil die notwendigen „Andreaskreuze“ aber den bereits mit mobilen Warnbaken verstellten Fuß- und Radweg einengen würden, wird von einer Drehkreuzvariante gemunkelt, die am ungesicherten Bahnübergang jeweils nur bei Bedarf den Weg verstellt.

Die behindertenfreundlichste Haltestelle
Die Brücke war weitgehend fertiggestellt, da musste überraschend noch eine Haltestelle inmittst berücksichtigt werden. Weil aber die Bordsteinkanten wegen der Brückenstatik nicht mehr abgesenkt werden können, ist mit einer zusätzlichen Einfädelspur für Rollis, Gehwägen etc. in der Augsburger Straße zu rechnen, mit Einordnungspflicht ab Haltestelle Eberlestraße, die nach kurzem, heftigem Spurwechsel die Brücke dann bequemst in Mittellage erreicht.

Die ästhetischste Möblierung
Dieser Preis schien bereits verloren, nachdem man sich  unverständlicherweise  für  keine  der jahrelang erprobten Geländervarianten „Modell Leitplanke“, „Bauzaun“ oder das zuletzt präsentierte, schicklich verpackte, „Modell Erlkönig“ entscheiden konnte.

Getreu dem Arbeitsauftrag des neuen VGA-Chefs – wenn die Haltestelle schon unsinnig sei, solle doch wenigstens für das Ambiente gesorgt werden – ist dann doch noch gelungen an exponierter Stelle, am Kanon der Stadtfarben angelehnt, ein Behältnis zweifelhaften Zwecks zu situieren. Wohl pflegen Gartenliebhaber Torfmulch oder die liebgewordene Polsterung ihrer Außenmöblierung in ähnlichen Volumina zu überwintern – aber mitten auf der Brücke? So ist wohl eher zu vermuten, dass hier die Geländerbeleuchtung gelagert wird, die sich so viel weniger abnutzt als im Gebrauch. Oder um unserer Mutmaßung im Jahresbericht 01/02 zu folgen: Entenfutter, fein geschrotet und getoastet ...

Immerhin wäre dann auch für unseren o.g. Rolli-Fahrer, so auf der Insel gestrandet, mit der Notration bis zur Rettung gesorgt.


P.S.: Es ist nicht wahr, dass der Schaden am ehemaligen Pferseer Zollhaus von
einem Radfahrer verursacht wurde, der die Fahrbahnmarkierung für bindend hielt.


Vorschau 2004
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BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
18.  März 2004, 20 Uhr, Bürgerhaus Pfersee

Wohin mit den Schülern in Pfersee?
Pferseer Bürgerstammtisch
mit
Sieghard Schramm
Schulreferent der Stadt Augsburg

*
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Dienstag, 20. April 2004, 20 Uhr
Bürgerhaus Pfersee

Jahreshauptversammlung
mit Vorstandswahlen

*
Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP)
und PFERSEE aktiv!
Samstag, 24. April 2004 von 9.30 bis 16 Uhr

Pferseer Maifest
Der Maibaum wird aufgestellt
Umzug und buntes Programm auf dem
Platz vor der Herz-Jesu-Kirche

*
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Ende Juli 2004
Mitgliederfahrt mit Bahn (und Rad)

Radfahrerstadt Erlangen
und
„Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände“
in Nürnberg

Impressum
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Jahresbericht 2003 / 2004
der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. - 21. Jahrgang

Herausgeber:
Vorstand der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Dietmar Egger, Egelseestr. 9 - Gitta Hopp-Köhler, Max-Pechstein-Str. 13a - Bernhard Kammerer, Kirchbergstr. 3 - alle 86157 Augsburg

Texte:
Dietmar Egger - Gitta Hopp-Köhler - Bernhard Kammerer - Petra Kammererr - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth

Bilder:
Bernhard Kammerer - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth

Titelbild:
Fast hatten sich die Pferseer schon damit abgefunden, dass ihnen der Weg über die Luitpoldbrücke für immer verwehrt wird, da gelang es den Verkehrsbetrieben in einem grandiosen Endspurt rechtzeitig zum Schulbeginn den Straßenbahnbetrieb mit den neuen Combinos wieder aufzunehmen. Und die BÜRGERAKTION war dabei: Mit einem Infostand und passend mit einer „Stadtteilführung per Tram“.

Auflage
der gedrucken Ausgabe:     800 Exemplare


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