Jahresbericht 2001 / 2002
Noch können die Pferseer Mädchen und Buben auf dem Dierig-Sportplatz hinter dem Ball herjagen. In nicht allzu ferner Zeit sollen hier Gebäude errichtet werden. Dann müssen die jungen Sportler auf einen Fußballplatz im Bereich der Sheridan-Kaserne ausweichen. Vielleicht kann aber auch die Stadt dem Eigentümer gleichwertigen Ersatz anbieten, damit der Sportplatz am alten Standort erhalten bleibt. So wäre allen gedient: den Bürgern, den Jugendlichen und nicht zuletzt dem Grundstückseigentümer (siehe auch eigener Bericht )

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 Augsburg, März 2002
 - Der Vorstand - 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der 
BÜRGERAKTION PFERSEE,

befriedigt können wir registrieren, dass wir den Localbahntunnel unter der Luitpoldbrücke verhindern konnten, dass wir die Diskussion über Alternativen bei der Führung der Linie 5 eröffnet haben und dass die Umgestaltung der Augsburger Straße nunmehr in Gang kommt.

Nicht zufrieden sind wir mit dem Ergebnis der „Bürgerwerkstadt“ zu den Konversionsflächen, die mehr und mehr zur Alibiveranstaltung verkommt. Welche Möglichkeiten für die Stadtentwicklung sich auftun, wenn den Bürgern Mitspracherecht und Gestaltungsmöglichkeiten gegeben werden, davon konnten wir uns anläßlich der Mitgliederfahrt nach Tübingen ein eindrucksvolles Bild machen.

Für Ihre Aktivitäten, für Ihr Engagement und für Ihr Interesse danken wir Ihnen und möchten Sie bitten, uns auch weiterhin so wie bisher zu unterstützen. 

Mit herzlichen Grüßen
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ 
 

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2001 / 2002 auf einen Blick

April
„Pferseer Maifest“ - Die BÜRGERAKTION beteiligt sich mit dem Würstlstand

Mai
Mitgliederversammlung zur „Luitpoldbrücke“
Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen

Juli
Stadtteilkonferenz zur Gestaltung der Augsburger Straße
Veranstaltung zum KZ-Außenlager zusammen mit G. Römer und der Geschichtswerkstatt

September
„Konversionsflächen in Tübingen“
Mitgliederfahrt nach Tübingen mit Besichtigung des „Französischen Viertels“

November
Die Mitglieder der BÜRGERAKTION spenden den Betrag von DM 1000 . Damit wird die BÜRGERAKTION Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Augsburg.

Dezember
„Ideen aus Tübingen“ Bürgerstammtisch mit Bildern von der Mitgliederfahrt
 „Fritz Landauer - Leben und Werk eines jüdischen Architekten“ - Architekturmuseum  Schwaben - Führung mit Dr. Sabine Klotz

Januar / Februar
Unterschriftensammlung zur Neugestaltung der gesamten Augsburger Straße
 

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Organisation

Vorstand
Im Vereinsjahr 2001 führen Dietmar Egger als 1. Vorsitzender, sowie Gitta Hopp-Köhler und Bernhard Kammerer als gleichberechtigte Stellvertreter den Verein. Die Kasse verwaltet Wolfgang Konrad, das Amt des Schriftführers teilen sich Dr. Peter Seyboth und Ulrich Trukkenmüller. Als Revisoren fungieren Margarete Billian und Walter Schneider. Den Vorstand unterstützen die Beiräte Robert Bernhard, Angelika Simak, Roswitha Staudinger und Georgine Truckenmüller.

Mitglieder
Die Zahl der Mitglieder verändert sich geringfügig von 138 (01.01.2001) auf 139 (01.01.2002).

Kasse
Der Kassier und die Kassenrevisoren tragen ihren Bericht auf  der Jahreshauptversammlung vor. Die Berichte sind damit Bestandteil des Protokolls der Jahreshauptversammlung.

Mitgliederversammlung
30.05.01  Jahreshauptversammlung
13.12.01  Bürgerstammtisch
21.03.02  Bürgerstammtisch

Vorstandssitzungen
26.06.2001
18.07.2001
12.09.2001
17.10.2001
07.11.2001
05.12.2001
17.01.2002
20.02.2002
13.03.2001
[Protokolle der Vorstandssitzungen]

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Gemeinsam sind wir stärker!

In einem Gespräch mit dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Pfersee werden gemeinsame Ziele im Interesse des Stadtteils festgestellt. Das betrifft vor allem folgende Punkte: Um künftig die Kräfte bei gemeinsamen Interessen bündeln zu können, wird außerdem ein besserer Informationsaustausch zwischen SPD und BÜRGERAKTION vereinbart.

Oberstes Ziel der Bürgeraktion bleibt jedoch nach wie vor die Überparteilichkeit.

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Richard Krais ist tot

An den indirekten Folgen eines Fahrradunfalls ist im November, im Alter von 75 Jahren, Richard Krais verstorben. Den Pferseern wird der Eisenbahner vor allem als scharf analysierender und ungemein kompetenter Vertreter einer vernünftigeren Lösung zur Unterquerung des Bahnhofes in Erinnerung bleiben. In seiner Funktion für die Behindertenverbände hat er dieses Thema auch kurz vor seinem Unfall noch intensiv bearbeitet.

Wir haben seinen Rat hoch geschätzt und auch nie vergeblich darum gebeten. Zuallererst verbindet sich für uns mit dem Namen Richard Krais der Begriff „Zivilcourage“.

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Resonanz

Stefan Greiffenberger, stellvertretender Geschäftsführer von dem Kaltwalzwerk und der Sägenfabrik  „Eberle“ in Augsburg Pfersee schreibt:
 
 

Augsburg, 30.06.2001
Jahresbericht 2000/2001

Sehr geehrte Frau Hopp-Köhler,

mit Interesse habe ich Ihren Jahresbericht 2000/01 gelesen, mit dem Sie wiederum die breiten Aktivitäten der Bürgeraktion Pfersee „Schlössle“ e.V. sehr gut dokumentieren. Es ist sehr schön, dass es im Stadtteil Pfersee eine solch aktive Organisation gibt.

Auf Seite 18 wird das Thema „Verkehrsberuhigung“ in der Eberlestraße angesprochen. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an das gemeinsame Treffen mit Mitgliedern der Bürgeraktion und Herrn Schad von der Dierig AG. Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir uns über den Fortgang der Dinge gegenseitig informieren, da es zum Thema Verkehrsberuhigung sowohl gleichlautende als auch unterschiedliche Zielsetzungen gibt, wie wir dies bei dem genannten Treffen schon besprochen haben.

Mit freundlichen Grüßen
JN.Eberle & Cie. GmbH

Stefan Greiffenberger
 

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ARBEITSGEMEINSCHAFT PFERSEER VEREINE (AGP)

Vorstand der BÜRGERAKTION beim MaiumzugErstmals marschiert der Vorstand der BÜR-GERAKTION beim Maiumzug mit. Passend  mit dem Transparent „www.pfersee.de“ bewaffnet winken Gitta Hopp-Köhler, Dietmar Egger, Bernhard Kammerer und unser jüngstes Mitglied, Sophia Simak den Zuschauern zu. Der Rest des Vorstands, unterstützt von der Vorsitzenden des „Bürgervereins Pfersee Nord“, wendet derweilen die Grillwürste auf dem Rost.

Mit dem Würstlverkauf trägt auch dieses Jahr die BÜRGERAKTION zum Erfolg des Maifestes bei, das von der AGP in Zusammenarbeit mit „Pfersee Aktiv“, der Vereinigung der Pferseer Geschäftsleute, gestaltet wird.

Die BÜRGERAKTION PFERSEE wird in der AGP durch Angelika Simak und Peter Seyboth vertreten. Auf der Hauptversammlung der AGP wird Peter Seyboth zum Schriftführer gewählt.

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Blasphemie

Pünktlich zur Kommunalwahl 2002 wird das längst beerdigt geglaubte Projekt „Bahnhofspassage“ wieder exhumiert.

Ohne Aussicht auf Verwirklichung wird das Projekt nochmals aufgebläht. Fortan soll die Option erhalten werden aus der Bahnhofsunterfahrung die Tram auch unterirdisch in die Viktoriastraße zu lenken. Zwar bleibt ungeklärt, wo (Halder-, Prinzregenten- oder Viktoriastraße) und wie die Tram wieder an die Oberfläche gelangt und ob aus den mitt-erweile geschätzten 60 Mio. Euro dadurch nicht 100 oder 150 Mio. Euro Gesamtkosten werden. Einstweilen soll aber schon mal ein Kanal in der Kohlenrutsche tiefer gelegt werden (frühkeltischer Initiationsritus?).

Wir fordern die Bahn unterdessen auf, den lediglich provisorisch verrammelten „Posttunnel“ für ihre Kunden zu öffnen. Da die Stadtgewaltigen aber nicht in der Lage sind selbige einzugestehen, lässt uns die Bahn mit Verweis auf das geplante (jetzt schon) Jahrtausendbauwerk schlicht abblitzen. Das „Fuggerstadt-Center“, einst Auslöser für die Planungsvariante „Nordlösung“ gerät derweil in`s Gerede und erlebt den nächsten Jungfernflug des Projektes Bahnhofstunnel in 2008 wohl nicht mehr.

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Das Grauen hat einen Namen

In Sachen Luitpoldbrücke bleibt nur Unerfreuliches zu berichten: Fast monatlich wird 2001 der Baubeginn in Aussicht gestellt. Aber erst nach der Planfassung im März wird zur Sommerpause ein Zuschußantrag bei der Regierung gestellt. Die Ausschreibung   (geschätzt 16 Mio. DM) zur Höchstpreisphase im September ergibt eine „unerwartete“ Kostenmehrung von 2 Mio. DM, die im November das gesamte Projekt noch in Frage stellen. Aufträge werden zwar erst am 6.12. vergeben, die Bautafel vom 20.12. weiß aber bereits von 9,5 Mio. EURO und - ohne eine Schaufel bewegt zu haben - berichtet beim Spatenstich am 11.01.02 der OB bereits von 11 Mio. EURO Gesamtkosten. Dafür bekommt die Stadt statt erhoffter 85% nur knapp 50% Zuschüsse, allein seit 9/01 eine Steigerung des Eigenanteils von über 3 Mio. EURO oder dem Gegenwert von 2 Kindergärten (Noch im Jahr 2000 wurde die Brücke nur mit 9 Mio DM  kalkuliert).

Die Tram wird bereits Ende November einge-stellt, weil der VGA für die Eröffnung der Linie 2 zum Klinikum sonst die Straßenbahnzüge ausgehen. Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, ohne Bürgerbeteiligung wird die Brücke entgegen früherer Aussagen 4-spurig - aber Radler und Fußgänger müssen sich auf einen gemeinsamen Weg gefasst machen, weil die Lage der Gullies auf der Brücke definiert ist und jede brauchbare Lösung verhindert. Nach wie vor ist eine Haltestelle über der Wertach vorgesehen, die verursachende Bahnhofspassage ist weiterhin nicht in Sicht und für die Linie 5 wird die Trasse über die Holzbachstraße favorisiert.

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Linie 5

Für den Wettbewerb zur Sheridan-Kaserne waren die Planer aufgefordert, sich auch zur Erschließung des Geländes mit der Straßenbahn Gedanken zu machen. Die meist genannteste Variante führt die Tram von der Stadt kommend über das frühere „Pfersee-Gate“ in der Bgm.-Bohl-Straße nach Norden abknickend zur bisherigen Haltestelle am Westfriedhof.

Für uns ist die geplante Trassenänderung Anlass, eine weitere Variante auch für die Linie 5 in das Gespräch zu bringen: Die Linie 5 könnte sehr brauchbar mit der Linie 3 zusammen bis zur Stadtberger Straße geführt werden und dann über die Deutschenbauer Straße und westlich der neuen „Fuchs-Siedlung“ (Sullivan Heights) im Bereich „Supply-Center“ an die Bgm.-Ackermann-Straße anbinden. Nur so würde den Neubürgern in Pfersee Nord auch der Anschluss an ihr Stadtteilzentrum ohne Umsteigen ermöglicht. Vorstellbar wäre auch die Trassen-Äste nach Stadtbergen und zum Klinikum ab der Stadtberger Straße jeweils im Wechsel zu bedienen, faktisch also mit einem 10-Minuten-Takt. Ähnliches ist auch für die Linie 1 in Lechhausen zur Hammerschmiede und nach Hochzoll Nord angedacht.

Die Stadtverwaltung sagt zu, dass unser Vorschlag im Rahmen einer vergleichenden Untersuchung neben vier weiteren Varianten geprüft wird.

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Führung der Linie 5 durch Pfersee


—— = bestehende Straßenbahnlinien
••••••• = geplante Straßenbahnlinien (Varianten)

„A“   =   Linie 5 entlang der Ackermannstraße mit drei 
             Varianten:  - Südlage (dargestellt)
                              - Mittellage
                              - Nordlage
„R“   =   Führung der Linie 5 durch die Rosenaustraße
„Ho“ =          „         „      „   5 durch die Holzbachstraße
„He“ =          „         „      „   5 durch die Hessenbachstraße
„E“   =          „         „      „   5 durch die Eberlestraße
„D“   =          „         „      „   5 durch die Deutschenbaurstraße
             (Vorschlag BÜRGERAKTION)

„S“   =   Führung der Linie 3 durch das Gebiet der ehemaligen
            Sheridan-Kaserne 

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Stadt-teilt-Zentrum

Öder Straßenraum verlangt nach gestalterischer AufwertungIm Juni 2001 wird erstmals ein Gesamtkonzept zur Umgestaltung der Augsburger Straße vorgelegt und bei mehreren Veranstaltungen im Stadtteil auch intensiv diskutiert. Die vorgeschlagenen Maßnahmen stoßen auch im Stadtrat auf breite Zustimmung und im  Stadtteil verknüpft sich mit dem Projekt Aufbruchstimmung.

Im Oktober wird bekannt, dass vor etwaigen Bauarbeiten  -  zur grenzenlosen Überraschung der Verantwortlichen - ein Planfeststellungsverfahren (ab 1/02 spricht man von einem Bebauungsplan) für die Neusituierung der Straßenbahnhaltestellen „Eberle Straße“ und „Augsburger Straße“ durchgeführt werden muss. Ebenso „unerwartet“ weist ein TÜV-Gutachten an, die Gleise, denen Stadtbaurat Dr. Karl Demharter auf unsere Nachfrage im Jahr 1998 noch eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren gab, bis zur Bürgermeister-Bohl-Straße auszutauschen.

Passanten informieren sich am Stand der BürgeraktionObwohl der Umbau der Augsburger Straße während den Bauarbeiten an der Luitpoldbrücke erfolgen soll, wird das Verfahren erst im Frühjahr  eingeleitet. Gleichzeitig wird uns bekannt, dass weder im Finanzplan der Stadt Augsburg (bis 2005) noch von den Stadtwerken Gelder für die Umgestaltung eines ersten Bauabschnittes bis zur Kirchbergstraße bereit gestellt sind. Wir fordern die Stadt auf, das Stadtteilzentrum in einem Zug umzubauen und mit der Ausweisung eines Sanierungsgebietes den Einsatz von Städtebaufördermitteln zu ermöglichen.

Unsere Unterschriftenaktion wird von ca. 50 Einzelhändlern, Praxen... unterstützt. 1500 Unterschriften vor der Kommunalwahl sollten bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe auch Bewegung in die Angelegenheit bringen.

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KZ-Außenlager in der Sheridan

Die Idee, in der Halle 116, in der in den letzten Kriegsjahren ein KZ-Außenlager war, eine Gedenkstätte einzurichten, findet im Jahr 2001 viel Anklang.

Sämtliche Teilnehmer des Städtebaulichen Ideenwettbewerbs, die mit Preisen ausgezeichnet werden, wollen die Halle erhalten. Die historische Expertise zu den Kasernen, die im Auftrag der Stadt von der Geschichtswerkstatt durchgeführt wird, kommt wie schon die Bürgerwerkstatt, zu dem Ergebnis, die Halle in würdiger Form neu zu nutzen.

Die Initiative zu Entschädigung von Zwangsarbeit in Augsburg greift nach einer Konferenz, an der sich auch ehemalige Zwangsarbeiter beteiligen, den Vorschlag der BÜRGERAKTION auf und veranstaltet im Juli in der Halle einen Abend, an dem die Historiker Gernot Römer und Wolfgang Kucera das Thema mit eindrucksvollen Schilderungen des Leides der Menschen,  die dort leben mußten, erläutern.

Auch der Geschichtskreis im Bürgerhaus widmet dem Thema eine Ausgabe seiner Geschichtsblätter. SPD und „Die Grünen“ stellen Anträge an die Stadt, das Gebäude als Erinnerungsort zu erhalten.

Auch wenn sich die Stadt mit eigenen Ideen noch zurückhält, kann doch festgestellt werden, dass dem Ziel, hier die Geschichte auch für kommende Generationen anschaulich zu machen, ein gutes Stück näher gekommen ist.

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Ohrfeige fürs Bürger-Engagement

Der Augsburger Konversionsausschuss zeigt wieder einmal mit parteiübergreifender Einmütigkeit, wie ernst die Politiker es mit dem Bürger-Engagement meinen.

Fünf Stunden lang setzen sich etwa zwei Dutzend Augsburger bei der Bürgerwerkstatt zur Zukunft der Sheridan-Kaserne mit allen fünf preisgekrönten Wettbewerbsentwürfen auseinander. Die Vorgabe lautet - entsprechend der Empfehlung der Wettbewerbsjury - klar und deutlich: Alle fünf Pläne sollen von der Bürgerwerkstatt bewertet und mit Empfehlungen zur weiteren Überarbeitung zurückgegeben werden.

Der Konversionsausschuss entscheidet dann aber anders: Nur noch der erste Preisträger soll seinen Entwurf überarbeiten. Und das, obwohl laut Aussage von Stadtdirektor Wimmer weder Kosten noch Zeitdruck bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

Wertvolle Anregungen und Ideen werden nun auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden, und es wird schwer werden, die gleichen Bürger noch einmal fürs Mitplanen und Mitdenken zu gewinnen.

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Konversionsflächen in Tübingen

Tübingens Oberbürgermeisterin BRigitte Russ-Scherer im Gespräch mit Bernd Kammerer, BürgeraktionWie andere Städte mit ihren Konversionsflächen umgehen, das wollen wir auf unserer Mitgliederfahrt 2001 nach Tübingen studieren.

Teils mit der Bahn, teils mit dem Rad ab Plochingen fahren wir am letzten Septemberwochenende zur Universitätsstadt am Neckar. Dort hinterließ die französische Armee ein umfangreiches Areal mit drei Kasernen, das seit 1991 einer neuen Nutzung zuzuführen ist. Um den hohen Bedarf an Wohnraum zu decken, setzt die Stadt Tübingen auf Verdichtung. Allerdings überlässt sie das Gelände nicht Baugesellschaften und Spekulanten, sondern sorgt gezielt dafür, dass bauwillige Bürger in Baugemeinschaften oder genossenschaftlich organisiert zu Wohnraum kommen. Um in dem „französichen“ Viertel städtisches Leben zu fördern, wird eine Mischung zwischen Wohnen und Arbeiten angestrebt.

Straßen und Plätze werden der Bevölkerung als Verweilflächen zurückgegeben, die Autos in Quartiersgaragen untergebracht.


Hindenburgareal: Verdichtung durch Bebauung der Exerzier-
höfe zwischen den bestehenden Mannschaftsunterkünften

Bei der Gestaltung der Gebäude, seien es Umbauten ehemaliger Militärbauten, seien es Neubauten, haben die Tübinger den Bauherrn weitgehend Gestaltungsfreiheit eingeräumt. So zeichnet sich das Viertel durch eine anregende Vielfalt aus, wobei das Nebeneinander  von alt und neu als geglückt bezeichnet werden darf.

Wesentlich erscheint uns jedoch das Tübinger Rezept: Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeitsarbeit und Orientierung an den Bedürfnissen der Bürger und nicht an denen der Bauträger!


Architekt Ulrich Plathe erläutert uns die Planungen

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Spielmeile

Unsere Idee einer durchgängigen Grünverbindung von der Augsburger Straße entlang des Mühlbachs  in die Wertachauen nimmt im Sommer 2001 wieder etwas mehr Gestalt an.

Wilder Parkplatz statt SpielmeileUnser Hinweis auf die bevorstehende Eröffnung des Kindergartens auf dem SWP-Gelände führt kurzfristig zur Errichtung einer längst konzipierten Querungshilfe in der Färberstraße. Nach einem Hilfeersuchen (untermauert mit einer Fotodokumentation) an die Referate „Bau“, „Ordnung“ und „Umwelt“ wird der wilde Parkplatz in kürzester Zeit aufgelöst und gegen künftige „feindliche Übernahmen“ von Parkblech wirksam freigehalten.

Im Vorfeld führen wir Gespräche mit Verantwortlichen der Kreissparkasse, da deren Mitarbeiter zu den hartnäckigsten oberirdischen Parkern zählen, während die Tiefgarage im  „Pfersee-Park“ untertags nahezu gähnend leer steht. Die Sperrung der „hoffentlich-bald-wieder“-Grünfläche läuft ohne Widerstände ab.
 
 

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Kindertagesstätte Mühlbachviertel

Erfolg der BÜRGERAKTION: Kindergarrten am MühlbachIm Dezember wird die Kindertagesstätte Mühlbachviertel eingeweiht. Träger ist die Arbeiterwohlfahrt. Die Baukosten hat der Stadtteil quasi selbst finanziert: durch eine Entwicklungsmaßnahme wurde der Gewinn aus dem Gelände abgeschöpft, und neben dem Kindergarten auch die Grünfläche von fast 10.000 m2 bezahlt.

Das Haus bietet Platz für eine Kindergarten- und eine Hortgruppe mit jeweils 25 Kindern. Ein  Novum in unserem Stadtteil ist die integrative Gruppe. In dieser Gruppe werden 15 Kinder betreut, davon 5 Kinder mit Behinderung und höherem Förderbedarf.

Das lichtdurchflutete Foyer im Eingangsbereich und im Obergeschoss, sowie die freundlichen Gruppenzimmer bieten den Kindern die besten Voraussetzungen zum Wohlfühlen. Die Außenspielflächen mit Blick auf den schön renaturier-ten Mühlbach und auf die Grünanlage vermitteln Großzügigkeit.

Für Pfersee kann mit dieser Einrichtung eine große Lücke in der Kinderbetreuung geschlossen werden.

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Dierig-Freiflächen in Pfersee Nord

 
Derzeitige Nutzung des Dierig-Geländes Anfang 2002 wird eine Planungsbericht zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das gesamte Dierig-Gelände im Stadtplanungsamt ausgelegt.

Die Planungen sehen starke Eingriffe in die Grünflächen vor: Die Kleingärten sollen verschwinden, der Fußballplatz soll nur erhalten werden, wenn er nicht in die Sheridan-Kaserne verlagert werden kann. Allerdings wird aber auch die Sportfläche so stark zugebaut, dass ein Spielbetrieb kaum noch möglich ist.

Die BÜRGERAKTION  ist der Meinung, dass die letzte „grüne Lunge“ im stark zugebauten Pfersee Nord erhalten werden muß. Zusätzlich sind in diesem Bereich endlich die oft versprochenen öffentlichen Spielflächen zu schaffen.
 

Wir schlagen vor, die einmalige Chance zu nutzen und für dieses wertvolle Gelände erst eine Vision zu entwickeln. Nach einer solchen könnte auf dem großen Gebiet sowohl ein Bürgerpark mit großzügigen Spielmöglichkeiten, als auch ein attraktives Gewerbegebiet entstehen. Beide Areale könnten enorm voneinander profitieren.

Bei der Entwicklung des Geländes sind selbst-verständlich die Bürger zu beteiligen. Nur so können Entwicklungen verhindert werden, wie wir sie in Pfersee auf den ehemaligen Fabrik-gebieten zur Genüge beobachten: Die Flächen lassen sich kaum vermarkten und die Anwohner haben unter den Folgen der Verdichtung zu leiden.
 

Von Dierig geplante Nutzung des Geländes

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Pfingst-Hochwasser, vorletzter Akt

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Es spielt überhaupt keine Rolle, ob ein städtischer Referent an seinem Platz ist oder nicht. Die Dinge geschehen trotzdem, und nichts wäre besser, wenn der Zuständige da wäre. So steht es schon sinngemäß im Untersuchungsbericht zum Jahrhunderthochwasser 1999, und darauf beruft sich auch Willi Reisser, zur Zeit des Ereignisses Augsburger Katastrophenreferent.

Wir erinnern uns: Nur durch beherzte Flucht konnte er sich davor retten, Verantwortung übernehmen zu müssen. Jetzt liegt das Ergebnis des internen Disziplinarverfahrens gegen Reisser vor und es ist eine Ohrfeige für ihn. Wörtlich heißt es: „Von einem Beamten in einer solch herausgehobenen Führungsfunktion wie bei einem berufsmäßigen Stadtrat, der gleichzeitig Katastrophenschutzreferent ist, muss erwartet werden, dass er bei einem solch singulären Ereignis eines Jahrhunderthochwassers private Pläne wie einen Urlaub verschiebt und sich voll vor Ort um seine Dienstpflichten kümmert.“ Auch wenn seine Anwesenheit das Hochwasser nicht verhindert hätte,  manche Reibungsverluste wären vermieden worden.

Die 10 000 Mark, die ihm als Bußgeld auferlegt wurden, will er zwar freiwillig zahlen, aber nicht als Bußgeld. Und die anderen Politiker ducken sich weg. Nur zur Erinnerung: OB Menacher, der seine Leitungsfunktion in der Führungsgruppe Katastrophenschutz auf Reisser über-tragen hatte, erklärte direkt nach dem Hochwasser, er persönlich habe Reisser in Urlaub geschickt – schließlich hätte der Mann ja Kinder!

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Wertach vital II - HQ 100 + 1m

Hinter dieser Formel steckt die Hauptvorgabe für den zweiten Abschnitt von „Wertach vital“. Bei einem Hochwasser, wie es im statistischen Durchschnitt alle hundert Jahre vorkommt, soll die Wertach noch einen Spielraum von einem Meter haben, bevor sie aus ihrem Bett läuft.

Vom Abriss bedroht: Die GoggelesbrückeGrößtes Hindernis bei diesem Ziel ist die Goggelesbrücke. Bei Hochwasser besteht die Gefahr, dass angetriebene Bäume hängen bleiben, und zu einer Überschwemmung wie 1999 beim Gögginger Ackermannwehr führen. Die Goggelesbrücke soll deshalb 2003 durch eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer ersetzt werden.

Weitere Maßnahmen sind noch am Anfang des Planungsstadiums. Auch wieviel Wasser nach einem Neubau des Ackermannwehres norma-lerweise in der Wertach verbleiben wird, ist noch nicht klar. Das Wasserwirtschaftamt wünscht mindestens 1,2 m³ pro Sekunde.

Die Kanalbetreiber haben alte Verträge, die es ihnen gestatten - wie vor 1999 - das gesamte Wasser aus der Wertach auszuleiten.

Eine Bürgergruppe, in der auch die BÜRGERAKTION mitarbeitet, soll die Planungen zur Wertach begleiten und Wünsche, Vorschläge aber auch Kritik einbringen. Die Bürgergruppe wurde bisher aber wiederholt vor vollendete Tatsachen gestellt, wie bei den Abholzaktionen an der Wertach, deren Umfang sehr umstritten ist, oder bei der Beseitigung der Gärten an der Lutzstraße, wobei sich der Nutzen dieser Maßnahme für die Bürger erst noch zeigen muß.

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Forum Augsburg  lebenswert

Die BÜRGERAKTION PFERSEE ist Mitglied im Forum Augsburg lebenswert (FAL), in dem sich Initiativen zusammen geschlossen haben, die sich für eine Verbesserung der Umweltbedingungen in unserer Stadt bemühen. Im vergangenen Jahr waren Themen vor allem:

Das Forum nimmt auch an der Aktion „In die Stadt ohne mein Auto" teil, mit der für eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt durch umweltfreundliche Verkehrsmittel geworben wird.

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Künstler gefunden

Eine Putzschicht verdeckt das Werk von Prof. SchmittIn unserem letzten Jahresbericht mussten wir berichten, dass das moderne Relief einer „Spinnerin“ am Pförtnerhäuschen der ehemaligen „Spinnerei und Weberei Pfersee“ dem Bildersturm zum Opfer gefallen ist. Kulturbanausen überzogen die letzte Erinnerung an den Textilstandort mit einer dicken Putzschicht.

In der Zwischenzeit ist es uns gelungen, den Künstler des Reliefs ausfindig zu machen: Es ist Professor Otto Michael Schmitt (1904-92). Professor Schmitt ist den Augsburgern  bestens bekannt, hat er doch die Fassade des Weberhauses am Moritzplatz gestaltet. Hier war er sogar zweimal tätig: 1935 zusammen mit J. Hengge und dann nach dem Krieg von 1959-1961.

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Die Brücke

Alles fing damit an, dass an unserer Brücke ein kleines Loch an der Straßendecke zu sehen war. Wenn man mit dem Fahrrad darüber fuhr, holperte es ein bisschen. Der nächste Winter war sehr kalt und schneereich. Im Frühjahr war das kleine Loch ein größeres Loch geworden und es holperte schon recht merklich. Nach drei weiteren Wintern war es ratsam mit dem Fahrrad einen großen Bogen um das Loch zu machen, wenn man nicht auf einmal auf dem Boden sitzen wollte. Auch an anderen Stellen der Brücke hatte das Loch Ableger gezeugt.

Langsam häuften sich bei der Stadtverwaltung die Proteste der verärgerten Bürger. Das hatte zur Folge, dass das die drei größten Löcher mit etwas Teer zugeschmiert wurden. Im Jahr darauf hatten die kleinen Löcher die Größe der Reparaturstellen erreicht. Die Straße sah nun aus wie ein Modell der Mondoberfläche.  Bald hatte auch die Stadtverwaltung mitbekommen, dass etwas zu tun sei. Also wurde die Brücke untersucht mit dem Ergebnis, dass sie eigentlich schon lange neu gebaut werden sollte. Die Stadt schrieb einen Architektenwettbewerb aus, um eine neue Brücke zu planen.....

Nach fünf Jahren war es soweit, dass die Straßenbahn nur noch langsam, die Autos nur in eine Richtung und die Spaziergänger nur auf Zehenspitzen, auf Schiern oder mit Kissen unter den Füßen die Brücke überqueren durften. Natürlich durfte in ihrer Nähe nicht gelacht oder gesprochen werden, Die Schallwellen waren für die Existenz der Brücke zu gefährlich. Die Stadt war mit diesen Maßnahmen sehr zufrieden, daher wurden die Planungen wieder eingestellt.

Inzwischen wurde die Idee der Bürgerbeteiligung modern, daher bat die Stadt die Bewohner, doch ihre eigenen Ideen an der Brücke anzubringen. Nun fielen die Bürger von Pfersee  ins Planungsfieber und es kamen die tollsten Ideen vor, z.B. mit Bäumen darauf und einem Hubschrauberlandeplatz für die Schüler/innen. Auch eine Schwebebahn war im Gespräch.
 

Doch diese Unmengen an Papier die sich auf der Brücke sammelten, hatten Gewicht. Sehr viel Gewicht. Als wieder einmal ein unvorsichtiger Teenager laut lachte und gerade ein Smart über die Brücke fuhr UND noch ein Blatt einer Buche auf die Brücke fiel, hielt die Arme es nicht mehr aus. Mit einem Riesenlärm, Gequietsche und Getöse brach sie auseinander und fiel mitsamt unseren schönen Bauplänen in die reißende Wertach. Nun muss die Stadt wohl doch wieder mit ihren eigenen Planungen beginnen...

Und wer von Augsburg nach Pfersee muss, ist selber schuld.

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Pferseer Stadtteilgespräch

Als die ersten Konzeptplanungen zur Umgestaltung der Augsburger Straße bekannt werden, bemühen wir uns um eine frühzeitige In-formation der größten Anlieger im Bereich der Herz-Jesu-Kirche.

Auf unsere Anregung hin erhalten die Vertreter der Pfarrgemeinde Herz-Jesu, der Stadt-sparkasse, von Kaufhaus Konrad und Sport-Rössle die Gelegenheit zu einer ersten Ab-stimmung und Tuchfühlung mit der städtischen Planung. Unser Anliegen das Umfeld der Herz-Jesu-Kirche, inklusive Geibelstraße, als wesentliches Element in der Gestaltungsplanung für das Pferseer Stadtteilzentrum berücksichtigt zu wissen, wird großteils ähnlich gesehen. Klar wird aber auch, daß der Kirchplatz nur einbezogen werden kann, falls das Anliegen des Stadtteils die „gute Stube“ aufzuwerten ohne finanzielle Belastungen für die Kirchenstiftung Herz-Jesu durchzuführen ist, deren Grundei-gentum der Kirchplatz ist. Daher bringen wir in der Folge die Idee in die öffentliche Diskussion Städtebaufördermittel für das Pferseer Zentrum zu aktivieren.

Als zusätzliches Ergebnis des „Mini-Gipfels“ ergibt sich die Möglichkeit in der Schalterhalle der Stadtsparkasse die preisgekrönten Arbeiten zum Wettbewerb Sheridan-Kaserne auch im Stadtteil selbst zu präsentieren.

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Besuch im Architekturmuseum

Kurz vor  Weihnachten besucht die BÜRGER-AKTION auch 2001 wieder das Architekturmuseum mit der Ausstellung über den Augsburger Architekten Fritz Landauer (1882 - 1956).

Dr. Sabine Klotz führt die BÜRGERAKTIONNeben der von Landauer entworfenen Augsburger Synagoge mit ihrem noch historisierenden und orientalisierenden Kuppelbau steht im Mittelpunkt der Ausstellung die konsequent in der Formensprache des neuen Bauens gestaltete Synagoge von Plauen im Vogtland.

Landauer hatte die Bedrohung durch die Natio-nalsozialisten erkannt und sich frühzeitig nach Arbeitsmöglichkeiten in England umgesehen, wohin er schließlich auch emigrierte. Nach dem Krieg hatte er jedoch große Probleme eine Entschädigung als Verfolgter des Naziregimes zu bekommen.

Herzlichen Dank an Dr. Sabine Klotz für ihre kenntnisreiche und interessante Führung.

Der Abend klingt - wie immer - in der Osteria Kuckuck aus.

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Protest per E-Mail

 


Betreff: gefällte Bäume an der Wertach
Datum: Sun, 11 Nov 2001 19:03:46
Von: Anna-Sophie.Meyer@t-online.de
An: <Gp-augsburg@gaia.de>, 
<redaktion@augsburger-allgemeine.de>, 
 Bruggey<referat2.stadt@augsburg.de>,
<ba@pfersee.de>,
<BN_KG_Augsburg@t-online.de>
 

Guten Tag

mein Name ist Anna-Sophie Meyer. Ich bin 10 Jahre alt und wohne in der Lutzstraße an der Wertach in Pfersee. Heute habe ich an der Wer-tach gesehen, dass viele Bäume ge-fällt sind. Ich war sehr entsetzt darüber und frage mich, warum die Bäume gefällt werden? Außerdem fra-ge ich mich auch noch, wo die gan-zen Tiere, die auf den Bäumen ge-lebt haben, nun leben sollten. Auch der Buntspecht, der immer zu uns in den Garten kommt. Müssen wirklich alle Bäume gefällt werden, die eine Markierung haben? Und werden an die Stellen auch neue Bäume wieder ein-gepflanzt? Bitte antworten Sie mir.

Anna-Sophie Meyer
 

Liebe Anna-Sophie,

.....Wir waren vom Ergebnis dieser Aktion so geschockt, dass es uns buchstäblich die Sprache verschlagen hat. Wir haben aber auch keine Möglichkeit gesehen wirksam einzugreifen. Deine Befürchtungen können wir leider ebenfalls nicht zerstreuen – es ist damit zu rechnen, daß auch die restlichen markierten Bäume gefällt werden.........Aber wir können dir versprechen, dass wir in den weiteren Planungen versuchen werden, dein Anliegen zu vertreten.....
 
 

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Wie lange noch ein Bürgerhaus?

Einer der Schwerpunkte im Programm des Bürgerhauses: Gitarrenkurs für Anfänger und FortgeschritteneMit immer größerer Anstrengung und vielen Kürzungen im Kultur- und Kinderbereich gestaltet das Haus den Betrieb.

Ernsthafte Sorgen macht sich der Beirat des Bürgerhauses, ein Zusammenschluß von Bürgerhaus, Jugendhaus, Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine und der BÜRGERAKTION um das jährlich ansteigende Defizit, das auf Kosten vieler Aktionen aufgefangen werden muß. Vollkommen unverständlich ist es, daß die politisch Verantwortlichen die wichtige Bedeutung des Bürgerhauses nicht erkennen.

Es bleibt zu hoffen, daß sich vielleicht nach der Stadtratswahl etwas zum Positiven wendet.

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Es gibt auch gute Nachrichten!

In Augsburg wird derzeit eine Bürgerstiftung ins Leben gerufen, die unsere Stadt noch lebenswerter machen soll. Aus den Bereichen Jugend und Soziales, Miteinander der Generationen, Bürgerengagement, Eine Welt, Umwelt – und Naturschutz sollen mit dem Geld der Bürgerstiftung konkrete Projekte entwickelt und gefördert werden.

Zwei Beispiele:
- Nachtbasketball in städtischen Schulturnhallen – das bringt die Jugendlichen in der Dunkelheit von der Straße, und wer sich beim Sport austobt, dem fehlt die Energie für Dummheiten.

- „Wanderbäume“, das sind große Bäume in Trögen, die an die Stadtteile ausgeliehen werden können, damit die Bürger sehen, wie schön eine Straße aussehen könnte. Wer sich an einen solchen Baum gewöhnt hat, ist vielleicht eher bereit, sich für mehr Grün einzusetzen.

Die Initiatorin Ute Conrad stellt die Stiftung bei einer Vorstandssitzung der Bürgeraktion vor und ist dabei so überzeugend, dass die Bür-geraktion – nicht zuletzt dank der namhaften Spende eines Mitglieds - mit einem Beitrag von 1000 Mark jetzt zu den Gründern der Stiftung gehört. Zwei weitere Mitglieder der Bürger-  aktion stiften ebenfalls jeweils 1000 Mark.

Weitere Infos über die Bürgerstiftung Augsburg gibt es im Internet unter
www.augsburg-agenda21.de/buergerstiftung.

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Nächste Haltestelle „Zur..........

Stellen Sie sich vor, da gibt’s eine Haltestelle und keiner geht hin...
Diese Schmach, diese Blamage würden wir unserer Heimatstadt natürlich gerne ersparen. Aber was fängt man denn an, in Kürze, mit den verwaist in Stahl und Glas prangenden Unterständen auf der Luitpoldbrücke. Gut - eine Zeitlang mag das Ding als Außenstelle der Augsburger Messe durchgehen – die Besucherfrequenz immerhin ließe sich vergleichen.

Erste Kontakte zum Kultusministerium lassen auch eine Verwendung als Haltestellen-Freilichtmuseum durchsetzbar erscheinen. Aber was halten Sie davon, die Unterstände auf die Fußwege zu verlegen um so wenigstens ein Stück Weges trockenen Fußes zurück legen zu können. Zugegeben, nicht der Brüller – aber so sinnvoll wie die angedachte Verwendung allemal. Oder wir bringen dauerhaft einige Alt-Semester für ständig aktualisierbare Verkehrsprognosen hier unter, nebst einem Brückenwart, der die sporadisch verkehrende Localbahn sicher über die Kreuzung geleitet. Oder es wird eine ständige Galerie eingerichtet mit lebensgroßen Konterfeis der Verantwortlichen, der Pferseer Jugend – so unbotmäßige überhaupt vorhanden – zur ewigen Abschreckung.

Ja sogar die vielgeschmähte Göttin aus dem Rathaus könnte hier ein Domizil finden – den Allerwertesten, versteht sich, gen selbiges geostet. Mitten in der Einflugschneise  favorisieren wir aber ein anderes Projekt. Zielgruppenorientiert brauchen wir hier, vor allem für die lausigen Winternächte, ein Federvieh-Asyl (mit beheizten Sitzhilfen?) „Zur  Entengrütze“.

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Vorschau 2002

BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Mittwoch, 10. April 2002 - 20 Uhr
Bürgerhaus Pfersee

Jahreshauptversammlung
mit Vorstandswahlen

*
Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP)
und PFERSEE aktiv!
Samstag, 27. April 2002 von 9.30 bis 15 Uhr

Pferseer Maifest

Der Maibaum wird aufgestellt
Umzug und buntes Programm auf dem
Platz vor der Herz-Jesu-Kirche

*
Vorankündigung

20 Jahre
und kein bisschen leise

Im Jahr 2002 wird die
 BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE e.V.
20 Jahre alt!

Wir werden dazu am
12. Oktober 2002
in den Pfarrsaal Herz-Jesu einladen!

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Impressum

Jahresbericht 2001 / 2002
der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. - 20. Jahrgang

Herausgeber:
Vorstand der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Dietmar Egger, Egelseestr. 9 - Gitta Hopp-Köhler, Max-Pechstein-Str. 13a - Bernhard Kammerer, Kirchbergstr. 3 - alle 86157 Augsburg

Texte:
Dietmar Egger - Gitta Hopp-Köhler - Bernhard Kam-merer - Petra Kammerer - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth

Gastbeitrag „Die Brücke“
Text und Karikatur von Dorothea Truckenmüller

Bilder:
Dietmar Egger - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth

Grafiken:
Peter Seyboth

Auflage der gedrucken Ausgabe:  800 Exemplare

BÜRGERAKTION im Internet:
Homepage: www.pfersee.de
E-Mail:   BA@pfersee.de