Jahresbericht 2000 / 2001

Blick von der Pferseer Unterführung über Luitpoldbrücke zur Augsburger Straße.
Dieser Straßenzug wird sich, wenn es nach der Mehrheit im Augsburger Stadtrat geth, wesentlich verändern. Dass dabei die Belange der Pferseer nicht gänzlich auf der Strecke bleiben ist uns ein wichtiges Anliegen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der
BÜRGERAKTION PFERSEE,

nach dem turbulenten Jahr 1999 war das Jahr 2000 eher von einer Arbeit hinter den Kulissen geprägt. Intensiv befassen wir uns mit den städtischen Planungen zum Neubau der Luitpoldbrücke, zum Umbau der Pferseer Unterführung und zur geplanten Führung der Tramlinie 5 durch die Hessenbachstraße und parallel zur Ackermannstraße.
„Wer Visionen hat, der findet bessere Lösungen.“ Diese Erkenntnis können wir von unserer Radtour zur Landesgartenschau nach Memmingen und von der Fahrt im Rahmen der Bürgerwerkstatt nach Herzogenaurach und Fürth als Empfehlung an Rat und Verwaltung der Stadt mitbringen.

Für Ihre Aktivitäten, für Ihr Engagement und für Ihr Interesse danken wir Ihnen und möchten Sie bitten, uns auch weiterhin so wie bisher zu unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“

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2000 / 2001 auf einen Blick

April

„Pferseer Maifest“ Die BÜRGERAKTION beteiligt sich mit dem Würstelstand
Mai
Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen
Unterschriftensammlung zur Planung der neuen Luitpoldbrücke
Juli
Eröffnung des Jugendspielplatzes auf der Perzheimwiese
„Stadtteilfest Pfersee Nord“ im Rahmen des Modellversuches „Bürgerbeteiligung - Zukunft gemeinsam gestalten“
Mitgliederversammlung zur Luitpoldbrücke
August
„Landesgartenschau 2000 in Memmingen“ Radtour der BÜRGERAKTION
November
Exkursion nach Herzogenaurach und Fürth  Informationsfahrt im Rahmen des Stadtteilarbeitskreises „Planungswerkstatt Sheridan Kaserne“
Dezember
„Industriearchitektur in Bayerisch-Schwaben - Teil 2“ - Architekturmuseum Schwaben - Führung mit Julia Jedelhauser
Februar
Aktionen zur Luitpoldbrücke
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Organisation

Vorstand
Im Vereinsjahr 2000 führen Gitta Hopp-Köhler als 1. Vorsitzende, Dietmar Egger und Bernhard Kammerer als gleichberechtigte Stellvertreter den Verein. Die Kasse verwaltet Wolfgang Konrad, das Amt des Schriftführers teilen sich Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller. Als Revisoren fungieren Margarete Billian und Walter Schneider. Den Vorstand unterstützen die Beiräte Robert Bernhard, Brigitte Kastner, Angelika Simak und Roswitha Staudinger.

Mitglieder
Die Zahl der Mitglieder verändert sich von 124 (01.01.2000) auf 138 (01.01.2001). Verstorben sind unsere langjährigen Mitglieder Franz Ammon sen. und Fanny Lutzenberger.

Kasse
Der Kassier und die Kassenrevisoren tragen ihren Bericht auf der Jahreshauptversammlung vor. Die Berichte sind damit Bestandteil des Protokolls der Jahreshauptversammlung.

Mitgliederversammlung
10.05.00 Jahreshauptversammlung
17.07.00 Mitgliederversammlung
02.05.01 Mitgliederversammlung

Vorstandssitzungen
24.05.2000
26.06.2000
13.07.2000
18.09.2000
23.10.2000
20.11.2000
08.01.2001
05.02.2001
05.03.2001
02.04.2001
[Protokolle der Vorstandssitzungen]

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Mitglieder

Da freuen sich die Wertachrebellen

Unsere Internetseiten lassen beim Expferseer Josef Hilger aus Bayreuth den „übermächtigen Wunsch“ aufkommen, der BÜRGERAKTION beizutreten, um die „Wertachrebellen beim Kampf gegen die Augsburger bürokratischen Windmühlenflügel“ zu unterstützen. Über soviel Unterstützung aus der Ferne freuen wir uns ganz besonders.
Trauer um Franz Ammon
Im August erhalten wir die Nachricht, dass unser Mitglied Franz Ammon verstorben ist. Wie der Oberbürgermeister in seinem Nachruf schreibt, hat sich Franz Ammon - von 1966 bis 1972 Mitglied des Stadtrats und Träger des Silbernen Ehrenrings der Stadt Augsburg - besonders für Pfersee eingesetzt. So war Franz Ammon auch Gründungsmitglied bei der BÜRGERAKTION PFERSEE und zählte zu unseren treuesten Mitgliedern. In den letzten Jahren leider krankheitsbedingt an sein Heim in der Ludwigshafener Straße gebunden, hat sich Franz Ammon immer über die Entwicklung des Stadtteiles, der von den großen Textilfabriken geprägt ist, informieren lassen. Franz Ammon - seit 1937 im Dierigwerk am Mühlbach als Weber, später als Webmeister beschäftigt - war ab 1956 als Betriebsrat tätig und stand zum Schluß als Vorsitzender dem Konzernbetriebsrat der Dierig-Werke Augsburg vor.
 
Wir haben mit Franz Ammon einen liebenswerten und engagierten Menschen verloren.
 
 

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BPN Bürgerverein Pfersee Nord

Der BPN - die zweite Kraft in Pfersee

Wer ist der BPN? Ein Zusammenschluß von Bürgern der ehemaligen US-Wohnflächen längs der Bürgermeister-Ackermann-Straße, dem die Zukunft des neuen Viertels nicht egal ist und der sich deshalb 1999 gründete.

Zuerst kämpfte der BPN für die schnelle Instandsetzung der Gesamtschule Centerville Süd und den Erhalt von Kinderspielplätzen. In Zusammenarbeit mit dem Pavillon der evangelische Kirche und dem Bauträger „Fuchs & Partner“ soll eine Spieleinrichtung an der Hagenmähderstraße entstehen - mit und für die Jugendlichen des Viertels.

Natürlich gibt es noch viel anderes zu tun. So bedarf es z.B. noch einer angenehmeren, auf die Bürger und auf das Viertel abgestellte Infrastruktur. Auch für den Ruf des Viertels muss noch viel getan werden.

Es kann nicht sein, dass ein ganzes Wohnviertel, das noch nicht bezogen ist, von vornherein einen negativen Ruf aufgebürdet bekommt - sozusagen als Starthilfe. Es gibt viel zu tun - im hohen Norden dieses alten Stadtteils Pfersee, und nicht einmal die Stadt Augsburg hat ihre historische planerische Chance erkannt.

Wer sich für die Arbeit oder den BPN selbst interessiert, kann sich an uns wenden:

Sigrid Höß Tel + Fax: (0821) 4 44 45 69

Wolfgang Krist Tel: (0821) 4 44 54 82
Wolfgang Mohr Tel: (0821) 4 44 39 43
Carsten Hoeß Tel + Fax: (0821) 4 44 56 07
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ARBEITSGEMEINSCHAFT PFERSEER VEREINE (AGP)

Würstelstand der BÜRGERAKTION beim MaifestAuch im Jahr 2000 beteiligen wir uns mit dem Würstelstand am Maifest. Dieses Fest anläßlich der Maibaumaufstellung wird gemeinsam von der AGP und „Pfersee aktiv“ ,dem Zusammenschluss der Pferseer Geschäftswelt, gestaltet. „Ganz Pfersee feierte“ mit dieser Schlagzeile bedankt sich „Pfersee aktiv“ auch bei der BÜRGERAKTION und weist stolz darauf hin, dass der Pferseer Maibaum-Umzug der größte im Augsburger Raum sei.

Die Freiwillige Feuerwehr Pfersee - eine der schlagkräftigsten freiwilligen Wehren in Augsburg - kann im Jahr 2000 ihr 25jähriges Bestehen feiern. Wir gratulieren und bedanken uns für den Erinnerungsteller, welcher dem Vorstand der BÜRGERAKTION überreicht wird.

Die BÜRGERAKTION PFERSEE wird in der AGP durch Peter Seyboth und Angelika Simak vertreten.
 


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Wer redet wen dumm an?“

Wie von den Pferseern vorausgesagt, führt die extreme Bebauungsdichte auf dem ehemaligen SWP-Gelände (jetzt „Mühlbach - Viertel“) zu Problemen beim Wohnungsverkauf. Dabei ist der am dichtesten geplante Bereich an der Augsburger Straße noch gar nicht in Angriff genommen. Der Bauträger versucht die Probleme zu lösen, in dem er die Grünflächen am Mühlbach zügig fertigstellt und die Bebauungsdichte zu Gunsten von Reihenhäusern weiter reduziert. Damit wird eine alte Forderung der BÜRGERAKTION doch noch realisiert.

Erstaunlich ist ein Beitrag der Stadträtin Ursula Vollert, die laut AZ jüngst im Bauausschuß äußert, sie sei gegen die großen Blocks gewesen und habe sich deshalb „dumm anreden lassen müssen“. Wenn dem so gewesen wäre, hätte es nicht 1996 ein Bürgerbegehren gegen die von Stadtrat beschlossene, extrem dichte Bebauung gebraucht. Nur dem engagierten Einsatz Pferseer Bürger, die sich von Stadträten und vom Bauträger in dieser Sache oft genug dumm anreden lassen mussten, ist es zu verdanken, daß überhaupt Verbesserungen (größere Grünfläche, Jugendspielplatz, reduzierte Bebauungsdichte) erreicht wurden.

Erfreulich ist hingegen im Herbst 2000 der Spatenstich für den Kindergarten auf dem Gelände. Hier soll auch eine integrierte Gruppe, in die behinderte Kinder mit aufgenommen werden können, entstehen. Der Stadtteil Pfersee übernimmt diese Kosten quasi selbst. Hier wird der Entwicklungsgewinn aus der Bebauungsdichte abgeschöpft.
 
 

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... haben kurze Beine

Große Ereignisse werfen ihre Schatten bekanntlich voraus und da die "Kaisermeile" bereits als Wahlkrampfopfer zu verzeichnen ist, sollte wohl wenigstens am Versprechen von OB Menacher, die überfällige Bahnhofsunterfahrung bis 2002 umzusetzen, weiter gebastelt werden. Nach einiger Rechenakrobatik wurde vom Stadtrat die sog. Nordtrasse als einzig mögliche festgestellt und in völlig ungewohnter Betriebsamkeit über den Sommer 2000 ein Bebauungsplan für das Jahrhundertbauwerk samt Neubau der Luitpoldbrücken aus dem Hut gezaubert.Plan der neuen Luitpoldbrücke

Nach Abwimmeln der Bürgereinwände, in Augsburg sprich: Bürgerbeteiligung, hinterläßt der Stadtbaurat noch im Januar 2001 auf einer Informationsveranstaltung den Eindruck, die Bagger stünden bereits am anderen Wertachufer.

Die Planung versucht dabei nach wie vor die Quadratur des Kreises: alle Verkehrsarten an einer Stelle zu bündeln, zu vermehren und gleichzeitig flüssig abzuwickeln. Zum Redaktionsschluß dieses Heftes wird vorgesehen, dass sich auf der Nordseite der Unterführung Fuß- und Radweg bereits vier Meter tief in das Gelände der Fa. Riegele fressen, sich die Straßenbahnlinien 3 und später 5 ohne eigenen Gleiskörper durch die Pferseer Straße stauen und die Luitpoldbrücken mit 34 m Breite am Anschluß Pferseer Straße nahezu doppelt so breit werden wie die anschließenden Stadtteilachsen. Zudem soll durch eine ungeschlachte Unterführung die sporadisch verkehrende Lokalbahn für den vernachlässigbaren Betrag von 9,5 Mio. DM Baukosten unter der Brücke und quer durch das geschützte Grün entlang der Wertach geschleift werden.

Da die Stadtgewaltigen aber wieder einmal ihre Hausaufgaben ignorieren, und kein Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird, darf im Bebauungsplan die neue Straßenbahnlinie 5 bereits gestrichen werden und wir sind guter Hoffnung, dass den Lokalbahntrog bis zum nächsten Jahresbericht das gleiche Schicksal ereilt. Da berichtet wird, dass auch notwendige Absprachen z.B. mit der Bahn, einen Spatenstich in absehbarer Zeit nicht erwarten lassen, sind wir schon auf die neuesten Krankenberichte der doch so baufälligen Luitpoldbrücken gespannt. Unsere Prognose an gleicher Stelle - Baubeginn Unterführung nicht vor 2010 - hätten wir dabei nur all zu gerne revidiert.

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Boulevard Ackermann?

Da die großen Konversionsflächen in und um unseren Stadtteil auch mit der neuen Straßenbahnlinie 5 erschlossen werden sollen, wurde im Herbst des vergangenen Jahres ein städtebaulicher Wettbewerb zur Linienführung entlang der Bürgermeister-Ackermann-Straße entschieden. In die Endauswahl gelangten je eine Variante mit der Linienführung südlich und nördlich der großteils umgestalteten Straße mit querender Grünbrücke von Pfersee nach Kriegshaber und Ringschluß der Straßenbahnlinien 2 und 5 im Bereich der Ulmer Landstraße.

Die Südtrasse, mit der Straßenbahn auf Pferseer Seite, sah auch den Umbau der Ackermann-Straße zum städtischen Boulevard mit beidseits flankierenden und mittigen Baumreihen vor. Weiterverfolgt wird allerdings die angeblich wirtschaftlichere Variante mit der Trassenführung über Gartencenter Dehner und Reese-Kaserne. Bisher wird als unproblematisch erachtet, dass die neue Linie gegenüber der dichter besiedelten Wohngebiete Sullivan-Heights, Centerville Süd und Cramerton sowie der vorgesehenen Einzelhandels- und Fachmarkteinheiten (mit ca. 14.000 m² größer als das Schwaben-Center) verläuft.

Da uns die Erklärungen von Schulamt, Polizei und Schulreferat zur Unüberquerbarkeit der Ackermann-Straße anlässlich der Schulsprengeländerung zum letzten Schuljahr noch sehr gut erinnerlich sind, befürchten wir jetzt heftigste Reaktionen von dieser Seite - bis zum Werfen von Wattebällchen.

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Wer Visionen hat, plant besser

Dass der Augsburger Grundsatz „Wer Visionen hat, gehört zum Augenarzt“ nicht überall gilt, beweist eine Fahrt der Bürgerwerkstatt „Sheridankaserne“ nach Herzogenaurach und Fürth. Die Stadtplaner in beiden Gemeinden sind sich einig: Zunächst einmal muss eine Vision da sein, bevor man Investoren anziehen kann. „Die Messlatte muss von Anfang hoch genug angelegt werden“, heißt es dazu in Herzogenaurach, wo die Firma „adidas“ auf einem Teil des ehemaligen amerikanischen Kasernengeländes ein internationales Zentrum baut.


Der Stadtbaurat von Herzogenaurach erläutert die Planung

Ein großer Park ist in Fürth der Kern der Neuplanung für ein in der Größe mit der Sheridankaserne vergleichbares ehemaliges US-Gelände. Durch spezielle Verträge ist es außerdem gelungen, dass die Stadt für den Park keine Grundstückskosten übernehmen muss – die Bundesvermögensverwaltung übergibt das Grundstück altlastenfrei und geräumt zum Nulltarif an die Stadt.

Für uns sind diese beiden Beispiele ein Beweis für die Richtigkeit unserer Forderungen zum Sheridan-Gelände:


Vor der Fürther Kaserne wird ein Stadtpark entstehen

Wichtig wäre es, dass sich möglichst bald im Rahmen einer Gesamtkonzeption ein Projekt verwirklichen ließe - sozusagen eine Art „Leuchtturmprojekt“, an dem sich die Folgenden messen lassen müssen, und das den Westen der Stadt aufwertet.

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KZ – Lager in der Sheridan Kaserne
Was viele Pferseer nicht wissen, in dem von den Amerikanern als Bücherei und Kraftfahrzeughalle genutzten Gebäude am „Stadtbergen - Gate“, befand sich in den letzten Kriegsjahren eine Außenstelle des KZ - Dachau.

Bis zu 2000 Häftlinge waren hier unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht. Tote wurden auf dem Westfriedhof beigesetzt. Seit 1950 gibt es dort ein Ehrengrab für 235 Opfer. Die Geschichte des Pferseer Lagers ist vor allem durch die Bücher von Gernot Römer („Für die Vergessenen“) und Wolfgang Kucera („Fremdarbeiter und KZ-Häftlinge in der Augsburger Rüstungsindustrie“) bekannt geworden.

Geschichtswerkstatt Augsburg und BÜRGER-AKTION PFERSEE regen in einem gemeinsamen Antrag an, die Bedeutung des KZ- Außenlagers z. B. durch eine Gedächtnisstätte oder einen Friedenspfad zum Westfriedhof zu würdigen. Dieser Antrag deckt sich mit den Ideen, die Bürger in der Werkstatt zur Entwicklung der Sheridan – Kaserne erarbeitet haben. Auch von hier kommt die Forderung, die geschichtliche Entwicklung des Kasernengeländes zu dokumentieren und sichtbar werden zu lassen.

Während die Stadtverwaltung auf den Vorschlag zurückhaltend reagiert und auf den städtebaulichen Wettbewerb verweist, liegt von den Stadtratsfraktionen, die den Antrag im Sommer 2000 erhalten, bisher erst eine positive Reaktion der Fraktion der Grünen vor.
 
 

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Radtour nach Memmingen

Die Mitgliederfahrt 2000 geht nach Memmingen zur Landesgartenschau. Unser Interesse gilt dabei weniger der Botanik als vielmehr den städtebaulichen Lösungsansätzen, mit denen ein stadtnahes Brachland einer neuen Nutzung zugeführt wird.


Abfahrt vom Pferseer Schlössle nach Memmingen

Um auch etwas für die körperliche Ertüchtigung zu tun, fährt der Großteil am 4. August mit dem Rad über Kirchheim (Besichtigung des eindrucksvollen Zedernsaals im Fuggerschloss) nach Memmingen. Am folgenden Tag wird uns bei leider immer stärker werdenden Regen die Konzeption der Landesgartenausstellung erläutert: Ein Geländestreifen entlang der Memminger Ach, früher ein mit Altlasten behaftetes Brachland, von zwei Straßen, darunter der Bundesautobahn München-Lindau, durchschnitten, wird zu einem attraktiven Erholungsgelände von 18 Hektar umfunktioniert.

Begeistert sind wir von den Ausstellungsräumen in der ehemaligen Getreidemühle, vom Internet-Cafe im Turbinenhäuschen, vor allem aber von dem großen Wasserspielplatz mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. . . .

Landesgartenschau und Altstadt


Konversion: Grünes Paradies auf ehemaligem Brachland

Bei uns verfestigt sich der Vorschlag, bei der Gestaltung der Konversionsflächen das Medium „Landesgartenschau“ auch in Augsburg einzusetzen.

Der Tag in Memmingen endet mit einer Führung durch die historische Innenstadt vom Henkershäuschen bis zum Haus mit den sieben Dächern.


Erholungsflächen trotz Autobahn

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Verkehrs(?) - Beruhigung

Eigentlich wollte die Stadt die beschlossenen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Pfersee schrittweise - und jedes Jahr ein wenig umsetzen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund wurden im letzten Berichtsjahr aber erst einmal die offenbar als hektisch empfundenen Aktivitäten wieder zurückgeschraubt auf gewohntes Niveau: Die halbherzige Ankündigung des Stadtbaurates, man werde im Zuge des Neubaus der Luitpoldbrücken (vgl. dazu eigenen Bericht) die Haltestelle Eberlestraße umbauen, diente so wohl wenigstens der Beruhigung der Bürger.

Im Bereich der Haltestelle wird nach neuester Fassung die Straßenbahn aus der Mittellage in der Augsburger Straße seitlich an die Gehsteige verschwenkt werden, um bequemes Einsteigen vom Bürgersteig aus zu ermöglichen.

Wir haben die Verantwortlichen daran erinnert, dass die Augsburger Straße einer Gesamtplanung bedarf und Pfersee sich nicht mit kosmetischen Eingriffen im Stadtteilzentrum begnügt. Dem Vernehmen nach soll im Jahr 2001, im Zuge des Kindergartenneubaus auf dem Gelände der SWP, die geplante Querungshilfe im Bereich der Färberstraße errichtet werden.

Die zugesagten Maßnahmen in der Eberlestraße lassen weiter auf sich warten, trotz Unterstützung der Anwohnerbelange durch die beiden großen Anlieger Dierig und Eberle.

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Ende gut - alles gut

Der Jugendspielplatz auf der Perzheimwiese ist nach etlichen Verzögerungen endlich fertig. Augsburgs Umweltreferent Dr. Bruggey begrüßt am 7.7.2000 die an- und abwesenden Gäste und übergibt den Platz seiner Bestimmung. Anschließend zeigen Jugendliche aus dem Jugendhaus „Linie 3“ (Pfersee) und dem Jugendzentrum Lechhausen ihr Können bei Tanz- und Graffiti-Vorführungen. Der Spielplatz wird vom Team des Jugendhauses Pfersee betreut.


Eröffnung des Jugendspielplatzes an der Perzheimwiese
Bei den Bemühungen der BÜRGERAKTION um Verbesserungen des Bebauungsplanes des SWP-Geländes war ein Treffpunkt für junge Bewohner des Geländes eine Forderung.

Zur längeren Vorgeschichte des Spielplatzes sehen Sie bitte im Internet unter www.pfersee.de in unserem Archiv unter „J“ wie Jugendspielplatz nach.

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Geht die Post ab?

Pfersee hat in den letzten Jahren vieles verloren, was für seine Bewohner Heimat ausmacht:die „Große Fabrik“, die Arbeitsplätze in der Textilindustrie, viele traditionsreiche Geschäfte. Und wenn es nach der Stadtratsmehrheit geht, wird ein Teil der Wertachauen unter Beton verschwinden.

Natürlich ist es zu bedauern, wenn nun auch noch das Postamt seine Pforte schließt. Während viele Veränderungen vom örtlichen CSU-Verband einfach hingenommen oder sogar gefördert werden, ist die Verlegung der Post Anlaß zu einer Unterschriftenaktion. Seltsamerweise wird die Aktion nicht im Juli begonnen, als der Stadtrat von der beabsichtigten Schließung erfährt und vielleicht noch etwas zu verhindern gewesen wäre. Erst Ende September, als alle Verträge geschlossen und Umbauarbeiten bereits begonnen sind, erfolgt die Protestaktion.

Die BÜRGERAKTION kann die sinnlose Aktion nicht unterstützen. Durch die Verlegung ins Kaufhaus Konrad besteht in Pfersee - im Gegensatz zu anderen Stadtteilen - weiterhin die Möglichkeit Postdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die wesentlich längeren Öffnungszeiten sind für Berufstätige sogar eine Erleichterung, zumal sich zeigt, daß die Umstellungsprobleme überwunden werden können.

Erhalten bleibt das denkmalgeschützte Postgebäude von 1925, das voraussichtlich schon bald von einer Pferseer Firma bezogen wird.

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Bildersturm in Pfersee

Während sich Augsburg anlässlich der Adriaen de Vries - Ausstellung ob seines kulturellen Erbes selbst kräftig auf die Schulter schlägt, geschieht in Pfersee Ungeheuerliches. Die „Spinnerin“, ein modernes Wandrelief am ehemaligen Pförtnerhäuschen der Spinnerei und Weberei Pfersee, verschwindet in einer Nacht- und Nebelaktion unter dickem Putz.


Die Spinnerin - heute unter einer Putzschicht begraben

Unsere Recherchen ergeben, dass diese „Kunst am Bau“ seinerzeit von der Münchner Firma Riemerschmied - Mitinhaberin der SWP - in Auftrag gegeben wurde. Zwar konnten die Pferseer damals mit der modernen Gestaltung nicht viel anfangen, trotzdem wäre es schön, wenn diese letzte Erinnerung an den „Textilstandort Pfersee“ Bestand gehabt hätte.

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Glückwunsch, Herr Reisser!

„Eins ist sicher: die Rente“. Norbert Blüms alter Spruch hat sich zumindest für einen bewahrheitet: für Willi Reisser. Wir erinnern uns: Der frühere Katastrophenreferent, der durch beherzte Flucht dem Hochwasser in Pfersee gerade noch rechtzeitig entkommen konnte, hat es geschafft, so lange als Referent durchzuhalten, bis seine Pensionsansprüche gesichert sind, obwohl ihm politisch das Wasser bis zum Hals steht. Seit Mai vorigen Jahres ist es nun so weit. Zwar ist der Bericht des Untersuchungsbeauftragten von Mengden alles andere als ein Persilschein, aber das interne Disziplinarverfahren dümpelt vor sich hin, bis die magische Schwelle überschritten ist. Und jetzt interessiert’s offenbar eh keinen mehr, was damals gelaufen ist – mit Ausnahme von ein paar Tausend Hochwasseropfern, deren Erinnerungsvermögen sicherlich noch ein bisschen anhalten wird.
 


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Pferseer hinter Gittern?


Gesehen am Localbahnsteg

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Rebellen unter sich

 
Mit einer Flasche hochprozentigem „Original-Wertach-Rebellen- Hochwasser“ begrüßt die BÜRGER-AKTION PFERSEE beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Pfersee den Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Paul Wengert - in der Hoffnung auf eine bessere Zusammenarbeit, als sie bislang mit den großen Parteien im Augsburger Rathaus möglich ist. Paul Wengert signalisiert denn auch Bereitschaft dazu, sozusagen von Rebell zu Rebell, denn er lebte lange in Horgau, einem Ort, der sich während der Gebietsreform den Ruf einer wahren Rebellengemeinde erworben hat.

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Wertach vital
Erste Maßnahmen an der Wertach zwischen Bobingen und Augsburg im Rahmen des Projektes „Wertach vital“.Was haben die Wertach und eine Autobahn gemeinsam?

Beide sind schnurgerade ausgebaut und sollendem schnellen Fortkommen dienen. Um bei der Wertach diesen Zustand zu erreichen, wurde sie in den letzten 150 Jahren zwischen Ettringen und Augsburg von 50 auf 30 Kilometer verkürzt. Dadurch erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit, der Fluß tief sich ein und greift die Ufer an.

Zwischen Bobingen und Göggingen soll nun das Programm „Wertach vital“ Verbesserungen bringen. Geplant sind unter anderem ein Bach, der wie eine Fischtreppe die Staustufe bei Bobingen umgeht und zwei Rampen zum Schutz vor weiteren Eintiefungen. In einer Aufweitungsstrecke kann die Wertach ein wenig von ihrem jetzigen Ausbau als Flußautobahn verlieren sich innerhalb vorgebener Grenzen natürlich entwickeln.

Erstmals in der Welt wird ein „offenen Deckwerk“ angelegt. Hier werden, wie in einem natürlichen Flußbett, die Steine so angeordnet sein, daß sie sich gegenseitig schützen. Verbessert werden soll in dieser ersten Stufe der Hochwasserschutz für Göggingen und die Fuchssiedlung.

In Planung befindet sich auch das neue Wehr in Göggingen. Hier wird Wert darauf gelegt, daß nach dem Bau eine Verstopfung mit Treibgut kaum noch möglich ist.Besonders interessant für Pfersee werden Maßnahmen zur Renaturierung und zum Hochwasserschutz, die in den nächsten Jahren zwischen Göggingen und der Goggelesbrücke erfolgen sollen. Die konkreten Planungen dafür werden 2001 beginnen. Der Start der Bauarbeiten ist jedoch noch völlig offen.
 


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Programm trotz Kürzungen

Der Beirat Bürgerhaus setzt sich aus Vertretern des Jugendhauses, der Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine, der Arbeiterwohlfahrt und der BÜRGERAKTION (Petra Kammerer bzw. Klaus Konrad) zusammen.

Das wichtigste Thema ist neben der Programm-gestaltung die weitere Kürzung des Zuschusses durch die Stadt Augsburg. Mit höheren Nutzerentgelten und einer Reduzierung beim Programm muss das Defizit aufgefangen werden. Eigentlich sollte den Verantwortlichen klar sein, daß dadurch die Stadtteilkultur weiter eingeschränkt wird und vor allem Aktionen für Kinder auf der Strecke bleiben.

Dabei leisten im Bürgerhaus zahlreiche ehrenamtliche Helfer mit ca. 1700 Arbeitsstunden einen großen Beitrag für den Betrieb dieses Hauses und für den Stadtteil. Jede Mark, die hier angelegt wird, wird durch die ehrenamtliche Arbeit vervielfacht. Fazit: Die ohnehin schon arg begrenzten Mittel für Stadtteilkultur können nicht immer weiter reduziert werden, ohne dass die Arbeit spürbar leidet und das Engagement der Ehrenamtlichen erschwert wird.
 


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Feiern mit neuen Nachbarn

Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen präsentiert sich die BÜRGERAKTION PFERSEE beim Stadtteilfest in Cramerton am 8. Juli. Das Netzwerk Bürgerbeteiligung, das im „Pavillon“ an der Columbusstraße angesiedelt ist, hat eingeladen, damit die Bewohner der neuen Wohngebiete ihren Stadtteil und dessen Aktivitäten besser kennen lernen. Trotz des heftigen Sturms harren wir unter unserem Zeltdach aus und präsentieren ein Stadtteilquiz, bei dem es - wie könnte es anders sein - auch eine Lichterkette zu gewinnen gibt.

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Letzte Meldung - Letzte Meldung -

 
Soeben erfahren wir, dass es Anwohner und BÜRGERAKTION geschafft haben, den Localbahntunnel bei der Luitpoldbrücke zu verhindern.

Der Stadtrat hat am 5. April 2001 beschlossen, bei der Erneuerung der Luitpoldbrücke vorerst auf den vorgesehenen Localbahntunnel zu verzichten. Wir werden dafür sorgen, dass es dabei bleibt (vgl. eigenen Bericht).

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Pfersee - Wo bin ich?

Seit einigen Jahren bin ich im Norden der Eberlestraße zu Hause. Die Bgm.-Ackermann-Straße als „Grenze“ zwischen Kriegshaber und Pfersee zu sehen, war selbstverständlich.

Doch seit die ehemaligen amerikanischen Wohnblöcke saniert werden, geraten die Grenzen aus den Fugen. Selbst die Pfarrer wissen nicht, ob die Bewohner der Ludwigshafener Straße noch zu Herz-Jesu bzw. St. Paul gehören oder vielleicht doch schon zu Kriegshaber? Auch die Augsburger Allgemeine schreibt immer wieder von Kriegshaber, wenn sie über den Streit bei der Sanierung der Wohngebiete an der Ludwigshafener Straße berichtet.

Wen wundert es also, wenn ich als Bewohner von Pfersee frage: Wo bin ich? Noch in Pfersee Nord oder schon in Kriegshaber Süd? Ober doch noch in Amerika?

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Forum Augsburg lebenswert

Die BÜRGERAKTION PFERSEE ist Mitglied im Forum Augsburg lebenswert (FAL), einem Zusammenschluss von Initiativen, die sich für umweltgerechte Verbesserungen, vor allem im Bereich des Verkehrs, engagieren. Der Schwerpunkt der Arbeit in 2000 ist der Bereich der Maximilianstraße. Hier wird eine neue Tiefgarage (Herkulesgarage), die beträchtliche Eingriffe in historische Substanz verursacht hätte, verhindert. Allerdings macht gerade die Diskussion um die Verkehrsplanung für die Kaisermeile deutlich, wie schwer sich Augsburg tut, seine historische Substanz zu würdigen.
 


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Industriearchitektur in Bayerisch-Schwaben von 1830 bis 1960 - Teil 2

Julia Jedelhauser vom Architekturmuseum Schwaben, führt uns am 10.12. durch den 2. Teil der Ausstellung über Industriebauten. Nach den Augsburger Bauwerken im 1.Teil sind es nun Bauten aus Schwaben, überwiegend aus dem Allgäu. Die im Süden reichlich vorhandene Wasserkraft wurde bereits früh genutzt. Aus Sägewerken, Hammerschmieden und Papiermühlen entwickeln sich Spinnereien und Webereien. Den entscheidenden Impuls gab dabei der Anschluss an das Eisenbahnnetz in der Mitte des 19. Jahrhunderts.


„Rauchbild“ der Bachmannschen Texilfabrik, Sonthofen

Großformatige Ansichten, die idealisierte Fabrikanlagen mit rauchenden Schloten zeigen ("Rauchbilder" genannt), künden vom wirtschaftlichen Aufschwung. Im Gegensatz zu Augsburg sind viele der gezeigten Bauten aus dem Regierungsbezirk noch erhalten.

Nach der Führung geht es zum geselligen Jahresausklang in die Osteria Kuckuck.

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Lasch am Lech

Ein voller Erfolg ist die Aktion der PFERSEER BRÜCKENSCHONER am Faschingsdienstag. Annähernd die gesamte Weltbevölkerung sieht an diesem Nachmittag von einer Überquerung der Pferseer Luitpoldbrücke ab und trägt damit in nicht unerheblichem Umfang zur Schonung der Brücke bei.


Überzeugungsarbeit der Brückenschoner

Etliche Passanten werden mit Kaffee und Krapfen sowie musikalischen Darbietungen davon überzeugt, am Pferseer Ufer der Wertach zu verharren.

Einige unentwegte, deren dringende Geschäfte einen Aufschub nicht zulassen, können dank der mitgeführten Spezialausrüstung sicher über die einsturzgefährdete Brücke geleitet werden. Dabei wird großer Wert auf eine gute Gewichtsverteilung gelegt. Dies wird dank der Lang-Ski „System Egger“ in hervorragender Weise erreicht werden.


Brückenschoner im Einsatz

Die Schonung der empfindlichen Brückenoberfläche wird durch den Einsatz von Überschuhen aus hochwertigen Materialien wie z.B. Brokat sichergestellt. Wir hoffen, dass diese Maßnahmen zur Schonung der Brücke viele Nachahmer finden werden, und uns die Brücke bis zum Neubau - voraussichtlich im Jahr 2010 - erhalten bleibt.


Lang-Ski-System „Egger“ im harten Einsatz

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Bla Bla
Gastbeitrag

Seit Oktober 2000 besteht für die Hauptschüler der Hans-Adlhoch-Volksschule die Möglichkeit, ihre Mittagspause im hauseigenen Schülercafé „Bla Bla“ zu verbringen. Dort bietet ein Schülerteam täglich warme Speisen und offene Getränke an. Um einen reibungslosen Ablauf des Betriebes gewährleisten zu können, arbeiten insgesamt 13 Schüler der 8. Klassen freiwillig und zusätzlich zu ihrem Unterricht im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Schülercafé“ mit.

Das erfordert ein hohes Maß an Einsatzfreude, Interesse und Zuverlässigkeit. In täglich wechselnden Schichten mit je 4 Mitarbeitern stellen die Jugendlichen unter Beweis, wie verantwortungsbewusst und selbständig sie mit Lebensmitteln, Geld und der Einrichtung insgesamt umgehen können. So angeleitet, üben sie bereits jetzt Fertigkeiten, die für den späteren Berufsweg wichtig sein können.

Das Café als Treffpunkt soll den Schülern einen Raum geben, mit anderen zwanglos Kontakt zu erhalten und in der Zeit zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht nicht auf „der Straße rumhängen“ zu müssen. Dabei leistet der Schulsozialarbeiter Steffen Richter durch Rat und Tat dem Team des Cafés und den „Gästen“ häufig unterstützende Hilfe, zumal sich auch sein Büro im gleichen Raum befindet. Weiterhin hat sich die Schülerarbeitsgruppe der „Streitschlichter“ einen Stützpunkt hier eingerichtet.

Eva-Maria Powik, Lehrerin an der Hans-Adlhoch-Schule, Leitung der AG Schülercafé

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Schotten in Pfersee

Anstelle der Sandsäcke jetzt ein Schott an der TurnhalleZuerst war es ein ziemlich laues Gerücht, das sich aber schnell verdichtete, als die ersten Augenzeugen auftauchten: In Pfersee seien Schotten gesichtet worden, die den wackeren Einwohnern bei der nächsten Flut beistehen sollen.

Ja wie, was, Schotten? Was hat das kleine eigensinnige Volk, das vor Jahrtausenden wegen Verschwendungssucht aus dem Allgäu an den Rand des Nordmeers verbannt wurde, denn mit Hochwasser zu tun. Obwohl – genauer betrachtet wird plötzlich einiges deutlich, denn so ein sturmumtostes Eiland ... Und das erklärt endlich auch die Röcke: Klar, nach der soundsovielten Sturmflut und immer wieder nassen Hosenbeinen. Und außerdem pflegt Augsburg doch seit Urzeiten innigen Kontakt zur schottischen Partnerstadt Inverness. Damit hätte endlich auch der alte philosophische Disput ein Ende, ob „Schwesterstädte“ Bruderliebe entwickeln können.

Um so größer war selbstredend die Enttäuschung (vgl. Bild), als sich die vermeintliche Stärkung der Multi-Kulti-Gemeinde als schnöde Spundwand (auch Schott genannt) bestätigte – wo wir den Ausruf „alle Schotten dicht“ doch immer für das allabendliche Resümee gälischer Gastronomen gehalten hatten.

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Vorschau 2001

Bürgerhaus Pfersee
jeden ersten Donnerstag im Monat ab 17 Uhr
(nicht in den Schulferien)

Geschichtskreis

Beschäftigung mit der Vergangenheit Pfersees und der Alltagsgeschichten seiner Bewohner.
Erfahrungen, Ereignisse und Wissen sollen kommenden Generationen erhalten bleiben.

*

Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP)
PFERSEE aktiv!
Samstag, 28. April 2001

Pferseer Maibaum

Der Maibaum wird aufgestellt
Umzug und buntes Programm auf dem
Platz vor der Herz-Jesu-Kirche

*

Bürgerhaus Pfersee
Sonntag 27. Mai 2001 15 bis ca. 17 Uhr

Foto-Exkursion in Pfersee

Mit Hilfe von Fotos soll dokumentiert werden , was von Alt-Pfersee noch vorhanden ist, was erhaltenswert ist:alte Häuser, Industrie-Architektur etc.
Treffpunkt wird bei der Anmeldung mitgeteilt. Das Sichten und Ordnen der Bilder erfolgt an einem Abend nach Vereinbarung.
Bitte Fotoausrüstung mitbringen.

Leitung: Dr. Renate Weggel (Historikerin)

Anmeldung im Bürgerhaus Pfersee
(Tel: 0821 / 52 59 69)

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Impressum

Jahresbericht 2000 / 2001 der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. - 19. Jahrgang

Herausgeber:
Vorstand der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Gitta Hopp-Köhler, Max-Pechstein-Straße 13a
Dietmar Egger, Egelseestraße 9
Bernhard Kammerer, Kirchbergstraße 3
alle 86157 Augsburg-Pfersee

Texte:
Dietmar Egger - Gitta Hopp-Köhler - Bernhard Kammerer - Petra Kammerer - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth - Angelika Simak

Gastbeiträge:
Carsten Hoeß (Bürgerverein Pfersee Nord)
Eva-Maria Powik (Hans-Adlhoch-Schule)

Bilder:
Dietmar Egger - Bernd Kammerer - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth - Angelika Simak

Auflage der gedrucken Ausgabe:
800 Exemplare

BÜRGERAKTION im Internet:
Homepage: www.pfersee.de
E-Mail: BA@pfersee.de