Jahresbericht 1999/2000

Das Jahr 1999 wird vom Pfingsthochwasser der Wertach geprägt, bei dem  viele  Pferseer schwer geschädigt werden. Während das politische Management der Stadt versagt,  zeigt die Bürgerschaft, dass für sie  Nachbarschaftshilfe kein Fremdwort ist.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der
BÜRGERAKTION PFERSEE,

obwohl das Jahr 1999 für viele von uns von dem verheerenden Wertachhochwasser geprägt ist, können wir trotzdem auf zahlreiche und erfolgreiche Aktivitäten - unter anderem zum „Stadtteilzentrum Augsburger Straße“ und zur „Sheridan-Kaserne“ - zurückblicken.

Hervorzuheben ist neben der großartigen Sonnenfinsternis unsere Fahrt zum „Emscher Park“, von der die Teilnehmer so begeistert zurückkamen, dass eine Studienfahrt künftig ein fester Bestandteil unseres Jahresprogrammes sein wird.

Für Ihre Aktivitäten, für Ihr Engagement und für Ihr Interesse danken wir Ihnen und möchten Sie bitten, uns auch weiterhin so wie bisher zu unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“

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1999 auf einen Blick
April
Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen

„Spicherer Schule - wo bleiben unsere Hauptschüler“
Bürgerstammtisch mit E. Ohrnberger und G. Priebe von der Stadt Augsburg, H. Heinrich von der Polizei-Inspektion 6, und den Elternbei-räten E. Arnold-Egger und I. Steinbrecher

„Pferseer Maifest“
Die BÜRGERAKTION beteiligt sich mit dem Würstelstand

Mai
„Rendezvous im Bürgerhaus“
Stadtteilführung der BÜRGERAKTION

„Wohnarchitektur der 20er Jahre“
Führung im Architekturmuseum mit B. Wolf

„Pfingsthochwasser“
Große Teile von Pfersee überflutet

Juni
„Bürgerversammlung“ der Stadt Augsburg
Beherrschendes Thema ist das Pfingsthoch-wasser

Juli
„Totale Sonnenfinsternis“
Bürgerstammtisch mit Bernhard Brockmann

August
„Augsburg lernt vom Ruhrgebiet“
Fahrt der BÜRGERAKTION zur Internationalen Bauausstellung - IBA mit dem „Emscher Park“

„Totale Sonnenfinsternis“
Sofi-Picknick im Schlössle-Park mit Aktionen

September
„Pferseer Stadtteilfest - rund um das Schlössle“
gemeinsam mit Jugendhaus und Bürgerhaus Pfersee

Oktober
„Spaziergang durch Cramerton, Centerville Süd und Sullivan Heights“ mit K. Blaha, BV Pfersee Nord und
SR’in Ch. Kamm

November
„Wertach vital“
Bürgerstammtisch mit W. Schilling und R. Zimmermann, WWA Donauwörth

Dezember
„Industriearchitektur in Bayerisch-Schwaben“
Architekturmuseum  Schwaben - Führung mit W. Kucera

Januar 2000
„Ruhrtour“
Reisebericht über den Besuch der IBA

Februar 2000
Planungswerkstadt „Sheridan Kaserne“

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Organisation

Vorstand
Im Geschäftsjahr 1999 führen Gitta Hopp-Köhler als 1. Vorsitzende, Dietmar Egger und Bernhard Kammerer als gleichberechtigte Stellvertreter den Verein. Die Kasse verwaltet Wolfgang Konrad, das Amt des Schriftführers teilen sich Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller. Als Revisoren fungieren Margarete Billian und Walter Schneider.

Den Vorstand unterstützen die Beiräte Brigitte Kastner, Angelika Simak und Roswitha Staudinger.

Mitglieder
Die Zahl der Mitglieder bleibt unverändert bei 124 (01.01.1999  zum  01.01.2000).

Kasse
Die Berichte des Kassiers und der Kassenrevisoren werden auf der Jahreshauptversammlung vorgetragen und werden damit Bestandteil des Protokolls.

Mitgliederversammlung
24.04.99 Jahreshauptversammlung
03.02.00 Mitgliederversammlung

Vorstandssitzungen
17.05.1999
21.06.1999
20.07.1999
14.09.1999
07.10.1999
04.11.1999
20.12.1999
24.01.2000
13.03.2000

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Wir danken

Unser Dank geht an alle, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben: An erster Stelle an die Mitglieder und Freunde, die beim Stadtteilfest so tatkräftig mit angepackt haben oder uns mit einer Kuchenspende geholfen haben.  Neben Auf- und Abbau musste von uns der Würstelstand, der Kaffee&Kuchen-Stand, der Getränkeausschank und nicht zuletzt der Abwasch bewältigt werden.

Für eine größere finanzielle Zuwendung zum Stadtteilfest bedanken wir uns bei der Stadtsparkasse Augsburg. Gefreut haben wir uns, dass die Brauerei Riegele unsere Aktion zur Sonnenfinsternis mit einem Fässchen Bier, gedacht als Anerkennung für die Helfer, unterstützt hat.

Wir danken nochmals herzlichst!

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ARBEITSGEMEINSCHAFT PFERSEER VEREINE (AGP)

Würstelstand der BÜRGERAKTION beim MaifestDass jährlich Mai- und Christbaum pünktlich auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche aufgestellt werden, verdanken die Pferseer den in der AGP unter Leitung von Walter Stegmiller zusammengeschlossenen Vereinen. Die BÜRGERAKTION beteiligt sich 1999 aktiv am Maifest mit dem Würstelstand. Durch dieses ehrenamtliche Engagement gelingt es, einen wesentlichen Beitrag für die Finanzierung des Maifestes sicherzustellen.

Der Freiwilligen Feuerwehr Pfersee, die sich neben ihren eigentlichen Aufgaben auch sehr stark den Aktivitäten innerhalb der AGP verpflichtet fühlt, können wir zum renovierten Gerätehaus gratulieren, das im Juli der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die BÜRGERAKTION PFERSEE wird in der AGP durch Peter Seyboth und  Angelika Simak vertreten.
 


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10 Jahre BÜRGERHAUS PFERSEE ...

Anlass zum Feiern hat 1999 das Bürgerhaus. Eines der wichtigsten Ziele der BÜRGERAKTION PFERSEE, eine Begegnungsstätte im Stadtteil zu schaffen, wird 1989 verwirklicht. Eine  umfangreiche und professionell gestaltete Festschrift erscheint zum 10jährigen Jubiläum und dokumentiert die erfolgreiche Arbeit.

Wilde Gedichte - Jazz Meets Poetry mit Wolfgang Lackerschmidt und Fritz ReutemannEin buntes Programm lädt die BürgerInnen zum Mitfeiern ein. Im Abendprogramm „Wilde Gedichte - Jazz Meets Poetry“ begleitet Wolfgang Lackerschmidt, der Augsburger Jazzmusiker und ein virtuoser Vibraphonist, den Lyriker Fritz Reutemann: beide Interpreten schaffen ein außerordentliches und interessantes Wort-Musik-Kunstwerk.

Die Matinee am Sonntag bietet eine Feierstunde und Kulturprogramm mit dem Germania-Chor, der A-Capella-Gruppe Vox Orange und einer türkische Theatergruppe. Am Nachmittag ist im Dachgeschoß „Zuschauen und Mitmachen“ beim Töpfern und Seidenmalen angesagt Eine Märchenecke lockt nicht nur die kleinen Zuhörer.

Im Cafe werden französische Spezialitäten gereicht, um sich für das nicht ganz einfache  Bücherquiz zu stärken. Teile der Ausstellung „Nicht Stadt - Nicht Dorf - leben und arbeiten in Pfersee“ zeigen Ausschnitte aus der  Geschichte des Stadtteils. Der Höhepunkt für die Kinder ist das Figurentheater Pantaleon mit „Der kolossale Kürbis“. Die phantasievollen Puppen und die kindgerechte spannende Inszenierung begeistern Groß und Klein.

Die Bürgeraktion Pfersee überreicht zum 10-jährigen Geburtstag einen Teilbetrag zur Anschaffung eines neuen Schaukastens.

- 10 Jahre Impulse zur Kreativität

10 Jahre Bürgerhaus - eine Bilanz die sich sehen lassen kann, gefüllt mit Veranstaltungen, Begegnungen und vielen Aktionen.

Ein zweites Mal in diesem Jahr stellt sich das Bürgerhaus der Öffentlichkeit vor. Im Rahmen des Lernfestes der Volkshochschule und der Bürgerhäuser  findet wie im letzten Jahr ein Begegnungstag im Bürgerhaus Pfersee statt. Unter dem Motto „ Reinschauen, Zuschauen und Mitmachen“ wird dem Besucher ein vielfältiges Programm geboten. Die Zeittauschbörse, ein Projekt der Nachbarschaftshilfe stellt sich im offenen Treff vor. Kräuter für das Wohlbefinden mit Informationen über Anbau, Verarbeitung und
Verwendung von Heilkräutern bringen interessante Alternativen zur herkömmlichen Schulmedizin.

- 10 Jahre Bürgerbegegnungsstätte

Der Sparverein Pfersee bietet Gelegenheit zur Information und die Aquarienfreunde referieren beim offenen Vereinsabend über das Thema  „Salmler, Salmler...“. Im Büchercafe, dem Treff für Bücherfans, läuft ein Miniflohmarkt und ein Büchergewinnspiel. „Von Raubrittern, Spinnern und  Stadträten“ handelt eine historische Führung der BÜRGERAKTION entlang der Augsburger Strasse. Ein meditativer Tanz läßt am Abend diesen Tag der offenen Tür ausklingen.

Die finanzielle Sicherung dieser für Pfersee so wichtigen Einrichtung ist neben der Programmgestaltung ein wesentliches Thema des Beirates, in dem neben Vertretern des Jugendhauses, der Arbeiterwohlfahrt und der AGP von der BÜRGERAKTION Petra Kammerer und Klaus Konrad tätig sind. Weitere Schwerpunkte sind die Vorbereitung des Stadtteilfestes, die Überlegungen zur jährlichen Matinee sowie die Gestaltung der Raummieten. Ferner werden Überlegungen zu künftigen Angeboten gemacht und Trends und Visionen für kommende Jahre entwickelt.

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Die Nacht , als das Wasser kam - und Willi Reisser Urlaub nahm.

Die Nacht vom 22. auf den 23. Mai 1999 verändert das Leben in Pfersee, denn die Wertach sucht sich mit ungeahnter Gewalt ihren Weg durch Pfersees Straßen, ergießt sich in Keller und durchströmt Wohnräume. Ein dicker Baum am Ackermannwehr und ein völlig unzulängliches Krisenmanagement führen zur größten Katastrophe in Augsburg seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele Mitbürger haben große materielle Schäden zu verkraften, jeder schuftet bei den Aufräumarbeiten bis zum Umfallen. Wenig aber ist die Rede von den psychischen Schäden, die diese Nacht bei etlichen Pferseern anrichtet. Sie plagt heute noch die Angst, wenn der Regen ans Fenster prasselt, sie quält die Erinnerung an die Urgewalt des Wassers, die wir alle spürten.

Schlimm ist auch der Verlust an Vertrauen in die Politik, der eine Folge dieser Nacht und der folgenden Wochen ist. Bis heute hat der zuständige katastrophale Referent kein Wort der Entschuldigung für die betroffenen Bürger gefunden, bis heute ist niemand bereit, politische Verantwortung für das Geschehen in dieser Nacht zu übernehmen.

Die schon lange anberaumte Bürgerversammlung Ende Juni wird zur Plattform der Anklage gegen die Verantwortlichen. Doch Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher verweigert in einer Stadtratssitzung die einstimmige Forderung der Bürgerversammlung nach einer unabhängigen Experten-Kommission, welche die Vorgänge aufklären sollte. Stattdessen setzte er im Alleingang Generalmajor a.D. von Mengden als Untersucher ein. Dessen Bericht sollte eigentlich Ende des Jahres fertig sein - bis zur Fertigstellung dieses
Berichts lag er noch nicht vor. Angeblich hatte Herr von Mengden Schwierigkeiten, an die Adressen von Betroffenen zu kommen.

Auf Initiative der BÜRGERAKTION entsteht Anfang Juni die "Interessengemeinschaft der Geschädigten der Wertachüberschwemmung", die sich um Aufklärung, Schadensersatz und Hochwasserschutz für die Zukunft bemüht.

Da auch die Turnhalle der Adlhochschule durch die Flut unbenutzbar wurde, fragt die BÜRGERAKTION beim Bundesvermögensamt an, warum die Turnhallen in der Sheridan-Kaserne nicht zur Verfügung stehen. Dabei stellt sich heraus, dass das Bundesvermögensamt bereit gewesen wäre, die beiden Sporthallen dem Schulamt unentgeltlich zu überlassen. Die Stadt hätte jedoch Reparaturkosten in Höhe von 15 000 bis 20 000 Mark übernehmen müssen. Dieser Betrag ist dem Schulamt zu hoch. Lieber werden die Schüler zum Turnunterricht quer durch die Stadt kutschiert.
 


Fahrt auf dem Uhlandsee

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Wertach Vital

Beim Bürgerstammtisch der BÜRGERAKTION stellen am 11. November der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth ,Wolfgang Schilling, und der Projektleiter “Wertach Vital” Rainer Zimmermann den interessierten Bürgern im Rahmen der “Offenen Planung” Maßnahmen und Ziele vor.

Nachdem sich die Wertach infolge der Flußbegradigung im 19. Jahrhundert und der dadurch erhöhten Fließgeschwindigkeit bis heute immer tiefer eingegraben hat, und da dies auf Dauer Auswirkungen auf den Grundwasserstand nach sich zieht, soll sie in den nächsten Jahren, voraussichtlich ab Herbst 2000, ein natürliches Flußbett erhalten. So kann ein optimaler Hochwasserschutz erreicht werden. Als Maßnahmen zur Stabilisierung soll die Lauflänge des Flusses erhöht werden, durch die Möglichkeit „zu mäandern“ wird die Fließgeschwindigkeit drastisch reduziert. Weiterhin könnte durch den Einbau von Steinrampen und einem
“offenem Deckwerk” die Sohle stabilisiert werden. Beim “offenen Deckwerk” handelt es sich um den Einbau von ca. 30 cm großen Steinen im Abstand von jeweils 30 cm. Eine zusätzliche Aufweitung des Flußbettes würde für eine weitere Reduzierung der Fließgeschwindigkeit sorgen und zusätzlich Platz für Hochwasser schaffen. Als Sofortmaßnahmen für den Hochwasserschutz sollen Deiche insbesondere auf Höhe der Fuchssiedlung und unter der  Brücke der  B 17 erhöht werden.
 


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Überführung ganz anders?

Nein, dies ist kein Bericht zu einer überraschend aufgetauchten und konsensfähigen Variante zur Bahnhofsunterfahrung. Die Planung hierzu läuft völlig im Rahmen des gewohnten: Trotz unveränderter Vorgaben seit 1996 werden seitens der Stadt Augsburg erst im Herbst 1999 ergänzende Kalkulationen zur vergleichenden Untersuchung der Trassenvarianten Nord und Süd an die Regierung von Schwaben überstellt.

Angeblich kann die Teilmaßnahme „Bahnhofsunterfahrung“ mittlerweile ohne Darstellung der gesamten Linienführung von Hochzoll zum Klinikum genehmigt werden – ohne Planfeststellungsverfahren über einen einfachen Bebauungsplan. Wir haben da so unsere Zweifel. Pikant an der Situation: Die Erneuerung der völlig maroden Luitpoldbrücken bräuchte dringend den Entscheid, wie die künftige Linienführung der Straßenbahn vorzusehen ist.

Der Bauzustand der Brücken und der Gleise in der Augsburger Straße erfordern einen Neubau spätestens zu Jahresbeginn 2001. Falls der Stadtrat die neuen Brücken nach Fertigstellung für die Tram jedoch nicht wieder umbauen lassen will, riskiert er eine Überführung der ganz anderen Art: aus Wien - so überliefert die Legende - habe es nach einem Brückeneinsturz geheißen, man habe die Fahrbahn lediglich zum Waschen abgelassen.
 


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Jugendspielplatz - eine Runde weiter

Im letzten Jahresbericht kündigen wir die baldige Fertigstellung des Jugendspielplatzes an der Perzheimwiese an. Aber dort werden bei den Bauarbeiten Altlasten gefunden, die Arbeiten ruhen und es dauert fast ein Jahr bis die gefährlichen Stoffe entsorgt sind.

Überflüssigerweise will Stadträtin Vollert die Pause nutzen, um in den Stadtratsgremien nochmals über den Standort für den Spielplatz zu diskutieren. Dabei hat sie selbst diesen Platz im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Spinnerei und Weberei Pfersee beschlossen!

Anfang des Jahres 2000 sind die Altlasten nun beseitigt und die Arbeiten am Spielplatz können weitergeführt werden. Wir freuen uns schon auf die Eröffnung und darauf, daß trotz minimalster Mittel hier eine Spielfläche für ältere Kinder geschaffen werden kann.

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Pferseer Stadtteilfest -rund um das Schlössle

Ganz im Zeichen des Wertachhochwassers steht auch das Pferseer Stadtteilfest, das 1999 zum zwölften Mal von Jugendhaus, Bürgerhaus und BÜRGERAKTION veranstaltet wird.

So zeigt die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerkes, wie man einen Steg nur mit Seilen und Brettern bauen kann, die FF Pfersee stellt ihr neues Löschfahrzeug vor, das auch für technische Hilfeleistungen geeignet ist, und beim Stadtteilspiel wetteifern sechs Mannschaften, welche am schnellsten zwanzig Sandsäcke über eine Hindernisbahn zum Einsatz bringen kann.

Derweilen sorgen die „Faks-Theater-Band“ und die Gruppe „Stilbruch“ für gute Stimmung. Mitglieder der „Rock’n Roll Company“ und die „Jugendhaus-Breaker“ zeigen ihr Können und ansonsten gibt es wieder viel Informationen aus und für Pfersee.

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Totale Sonnenfinsternis in Pfersee

Seit etwa 1600 besteht das Pferseer Schlössle. Seitdem hat es erst zwei totale Sonnenfinsternisse erlebt.
Während die Finsternis am 12. 5. 1706 die Menschen überraschend traf und mit „entsezen angesehen ward“, warten diesmal die Menschen gespannt und gut vorbereitet auf das Ereignis.

Die Pferseer können sich schon im Juli bei einem Info-Abend der BÜRGERAKTION, der von Bernhard Brockmann gestaltet wird, umfassend  einstimmen.

Am 11. 8. 1999 lädt die Bürgeraktion zu einem Picknick im Schloßpark. Vor historischer Kulisse bietet sich dort ein großartiger Aussichtspunkt. Zwischen dicken Regenwolken kann ab 11.15 die beginnende Verfinsterung beobachtet werden, bei Beginn die Totalität um 12.35 ermöglicht eine riesige Wolkenlücke den Blick auf das Generationenereignis. Es gibt wohl niemand im Schlössle-Park, der davon nicht tief beeindruckt ist. Viele klatschen spontan Beifall.

Mit Liedern zu Sonne und Mond, einem Quiz und Imbiß würdigt die BÜRGERAKTION das Ereignis gebührend, über einhundert Pferseer feiern mit und sind begeistert!

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Planungswerkstatt für die Sheridan-Kaserne

Besichtigung der Sheridan-KaserneSchon seit Jahren weist die Bürgeraktion darauf hin, daß es dringend nötig ist, bei der Sheridan-Kaserne in einen Planungsprozeß einzusteigen, an dem die Bürger mitwirken. Im März 1999 beginnt die Stadt mit einer ersten Informationsveranstaltung und beauftragt anschließend den Verein „Urbanes Wohnen“  aus München, ein Konzept zur Bürgerbeteiligung zu erstellen und durchzuführen.

Dabei nimmt eine Vertreterin dieser Organisation auch Kontakt zur BÜRGERAKTION auf. Die Vorstandsmitglieder machen deutlich, daß es nötig ist zu klären, wie ernst die Bürgermeinungen genommen werden. Gefordert wird  die Erstellung einer Gesamtplanung für den Westen der Stadt,  Achtung vor der Geschichte des Geländes, Blick über den Augsburger Tellerrand, um neue Ideen zu ermöglichen. Das Defizit an Grün- und Erholungsflächen in Pfersee und Kriegshaber muß endlich ausgeglichen werden. Für die
Noch zeichnet sich das Gelände durch weite Freiflächen aus!nachhaltige Entwicklung des Geländes ist die Investition öffentlicher Mittel nötig, da nur so zukunftsweisende Lösungen gefunden werden können.

Zahlreiche Mitglieder der BÜRGERAKTION nutzen die Veranstaltungen der Planungswerkstatt um ihre Ideen einzubringen. Da immer noch nicht geklärt ist, wie diese Vorschläge der Bürger bewertet werden, liegt es nun wieder an der Stadt, für eine ernsthafte Würdigung  des Engagements der Bürger zu sorgen.

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Verkehrsberuhigung Pfersee Nord

Entgegen den Wünschen der Bürger wird die Verkehrsberuhigung nur in der Hessenbachstraße angegangen. Was dort in einem ersten Schritt entsteht, kann sich sehen lassen: die Sicherheit wird deutlich verbessert und die Durchfahrtsgeschwindigkeit gesenkt.  Die genauso nötigen Maßnahmen in der Eberle- und Kirchbergstraße werden allerdings nicht begonnen. Begründet wird dies  mit  Einsprüchen der Firmen Dierig und Eberle, die Nachteile vor allem für größere Transporte befürchten.

Verkehrsberuhigung ist auch für die in Pfersee Nord ansässigen Firmen „Ch. Dierig AG“ und „J.N. Eberle & Cie. GmbH“ ein Thema. Dies hat ein gemeinsames Gespräch zwischen den Vorständen der Firmen mit der BÜRGERAKTION im August ergeben. Herr Schad und Herr Greiffenberger machen deutlich , dass es ihnen nur darum geht, die Erschließung ihrer Betriebe gerade für den Schwerlastverkehr durch ausreichende Straßenbreiten sicher zu stellen. Hohes Tempo hingegen birgt für die Beschäftigten wie für die Anwohner der Eberlestraße Gefahren. So wird die Verkehrsberuhigung, vor allem wenn sie mit Verbesserungen des
öffentlichen Nahverkehrs einhergeht, auch von den Betrieben als positiver Standortfaktor gesehen.

In einem gemeinsamen Brief wird das Gesprächsergebnis der Stadt Augsburg mitgeteilt. Der Leiter des Tiefbauamtes sagt der BÜRGERAKTION bei einem Gespräch im Dezember zu, die ersten Beruhigungsmaßnahmen für die Eberlestraße im Jahre 2000 zu realisieren.

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Dierig-Freifläche in Pfersee Nord

Im Herbst 1999 legt die Firma Dierig konkrete Pläne vor, die darauf abzielen, den Sportplatz, die Kleingärten und den Parkplatz mittelfristig  für  Wohnbebauung zu nutzten. Dabei wird die Bedeutung der letzten Freifläche in Pfersee Nord immer größer. So entstehen in den ehemaligen Wohnungen der Amerikaner etwa eintausend neue Haushalte, die auch Infrastruktur im Freizeitbereich benötigen.

Die BÜRGERAKTION macht konkrete Vorschläge zur Sicherung der Freiflächen z. B. durch einen Grundstückstausch. Wir weisen auch darauf hin, daß es Aufgabe der Stadt sei, diese dringend benötigte Fläche zu erhalten. Den Bürgern wurde der Erhalt der Flächen von den Politikern oft genug versprochen.

Während die CSU-Fraktion sofort antwortet, daß sie an eine Nutzungsänderung in ein Wohngebiet nicht denkt, warten wir immer noch auf die Stellungnahme der SPD-Fraktion.

Wir werden auch mit der Firma über ihre Pläne, das Gelände mit Wohnungen zu bebauen, in Kürze sprechen.

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Wir können auch anders!

Bei all der Kritik wollen wir doch auch einmal loben: In der Leitershofer Straße wird ein Radweg angelegt und eine Verkehrsinsel geschaffen. Prima für die Sicherheit der vielen Schüler, die täglich die Straße an der Bushaltestelle "Pfersee Süd" überqueren. Ein Dank ans Tiefbauamt!

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Von Rio nach Augsburg

Auf dem Umweltgipfel 1992 in Rio wurde aus Sorge um das Weltklima von vielen Ländern beschlossen, die Produktion und die Anwendung von FCKWs (die hauptsächlich für das Ozonloch verantwortlich sind) stark zu beschränken und die CO-Belastung (die eine Menge zum Treibhauseffekt beiträgt) zu reduzieren. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung, in der es gilt, die langfristige Balance zwischen Wirtschaft, Natur und Sozialem zu finden und zu halten.

Um das vor Ort umzusetzen, wurde die Agenda 21 gegründet. Deren Teams versuchen, die Ziele in Städten, Gemeinden und Landkreisen zu erreichen. Instrumente dazu sind u.a. die Fachforen. In Augsburg gibt es unter anderem ein Fachforum Verkehr. Darin arbeiten zusammen: Verbände ( Verkehrsclub Deutschland, Allgemeiner deutscher Fahrradclub, Pro Bahn, Fuß e.V.), städtische Gremien (z.B. AVV, VGA, Tiefbauamt), Gesandte einzelner Parteien und - als einzige Stadtteilinitiative - die BÜRGERAKTION PFERSEE, da wir ja wahrlich genug Verkehrsprobleme haben!

Die Beschlüsse der Sitzungen des Fachforums Verkehr werden über den Umweltbeirat der Stadt Augsburg dem Umweltreferenten und von diesem dem Oberbürgermeister und dem Stadtrat zur Umsetzung empfohlen -- hoffentlich dringend! Ein ganz schön langer und mühsamer Weg ist das. Fast so lang wie von Rio nach Augsburg.

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Forum Augsburg 2000: die Zukunft der Stadt

Auf Einladung der Stadt beschäftigen sich Referenten und Bürger mit der Entwicklung von Augsburg. In Arbeitsgruppen interessiert sich die Verwaltung für die Ideen der Bürger zur Stärkung der Innenstadt und der Stadtteile. Dabei formulieren die  Bürger für die Stadtteile Ziele, die den Forderungen der BÜRGERAKTION für Pfersee sehr nahe kommen: Stärkung des Bürgerengagements, Würdigung der Stadtteilgeschichte, Bewahrung  von Erholungs- und Einkaufsmöglichkeiten, attraktives Umfeld für Familien, Entwicklung umweltfreundlicher Verkehrsstrukturen, Stärkung der Stadtteilzentren durch Verkehrsberuhigung....

Vorgeschlagen wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen, mit denen die Stadtteile in ihrer Attraktivität gesteigert werden und dennoch ihr eigenes Gesicht bewahren können.

Die Verwaltung wird die Vorschläge nun aufarbeiten lassen und den Diskussionsprozeß mit dem Ziel weiterführen, die Vorschläge auch dem Stadtrat vorzulegen. Man darf gespannt sein, was aus den Ideen wird!
 

Was wir im Ruhrgebiet gelernt haben:
„Wir müssen erkennen, dass die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr ein störendes Glied in unserem Stadtbild und in der  Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude.“
Fritz Schupp, Architekt der Schachtanlage Zollverein XII in Essen

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Forum Augsburg  lebenswert

Auch 1999 ist es ein Anliegen des Zusammenschlusses der Augsburger Bürgerinitiativen Themen wie Luftreinhaltung und Stadtentwicklung aufzugreifen Bei der Entscheidung zu einer neuen Autogarage unter der zukünftigen Kaisermeile wird allerdings wieder deutlich, wie die Umweltstadt Augsburg mit Umweltargumenten umgeht. Anlass genug, sich weiter zu engagieren.

Die BÜRGERAKTION wird im „Forum Augsburg lebenswert“ von Bernd Kammerer vertreten.

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Nachgehakt

1996 beschließt die Hauptversammlung der Pfersee-Kolbermoor AG, also der Spinnerei-Weberei-Pfersee, das Übernahmeangebot der Wisser Dienstleistungs GmbH Plauen & Co. KG anzunehmen.

Das Abfindungsangebot auf Basis des vom Wirtschaftsprüfer BDO erstellten Gutachtens beläuft sich auf DM 814. Nur 82 Aktionäre widersprechen. 1999 verkündet das Landgericht München den Vergleich: den widerspenstigen Kleinaktionären muß Herr Wisser mit 1050 DM  fast 30 % mehr bezahlen.

Er kann es vermutlich verschmerzen, denn die Grundstücke der SWP hat er schon längst zu einem guten Preis versilbert. Von Herrn Wisser haben wir in Pfersee seither auch  nichts mehr gehört.

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Ein neuer Bürgerverein

Pfersee wächst durch den Bezug der amerikanischen Wohnsiedlungen ständig - und mit ihm auch die Probleme. Deshalb gründet sich in Pfersee Nord der „Bürgerverein Pfersee Nord“, der sich vor allem den sozialen Fragen in diesem Gebiet widmen will. Die BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“  wünscht viel Glück und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.

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Eltern protestieren

Heftigen Elternprotest gibt es aus Pfersee im Vorfeld der Eröffnung der Grund- und Hauptschule an der Columbusstraße. Weil auch die Hauptschüler der Spicherer Schule dort hingeschickt werden, verlängert sich für die meisten der Schulweg um mehr als zwei Kilometer.

Fünftklässler müssen jetzt im Winter bei Dunkelheit in ein bislang unbewohntes Gebiet zur Schule gehen. Schulreferentin und Regierung von Schwaben blieben hart: Seit September vorigen Jahres sind die Hauptschüler aus Pfersee Nord täglich unterwegs nach Centerville.

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Entwicklungshilfe

Gregor Lang: Immer engagiert für die JugendWir dachten erst, er scherze, als uns unser Gregor Lang eröffnete, er werde den Stadtteil verlassen und ab Juni statt das Jugendhaus Pfersee das neue Jugendzentrum in Lechhausen leiten.

So notwendig diese Einrichtung sein mag, aber muss nach unserer Margarete Billian, die ja schon jahrelang versucht, den Eingeborenen von Lechhausen Badminton beizubringen (vgl. letzter Jahresbericht), ausgerechnet wieder einer der unseren Entwicklungshilfe im Rauhen Osten leisten.

Wir haben ihm bei der Eröffnungsfeier auf jeden Fall mit den nötigsten Utensilien ausgestattet: Perle zum Tauschen, Zauberwasser, Friedenspfeife u.ä. und ihm für alle Fälle Asyl angeboten. Zum Beweis unserer Trauer hat er auch das fotografische Dokument der Pferseer Tränenflut, jüngst letztes Jahr zu Pfingsten, in Händen.

Gregor wir wünschen toi, toi, toi und hoffen du bleibst uns verbunden.

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Vom Ruhrgebiet lernen

Von der STahlhüüte zum LandschaftsparkWas Augsburg noch vor sich hat, hat das Ruhrgebiet gerade hinter sich: Riesige Areale müssen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Weil Pfersee durch Dierig-Gelände und Sheridan-Kaserne besonders betroffen ist, sieht sich die BÜRGERAKTION um, wie im Ruhrgebiet dieses Problem angegangen wird. Angelockt durch  die Ausführungen von Prof. Karl Ganser, Geschäftsführer der „Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA)“ unternehmen wir eine Tour quer durch den Ruhrpott. Besichtigt wird die
soziale, ökonomische und kulturelle Erneuerung dieser Region. Ein Rundgang durch den aus der Hochofenanlage „Meiderich“ entstandenen „Landschaftspark Duisburg Nord“, ein Besuch des Einkaufszentrum „CentrO“ in Oberhausen, ein Gang durch den Wissenschaftspark Gelsenkirchen, ein Blick auf die Siedlung „Küppersbusch“ oder auch eine Tour über die Halden der ehemaligen Zeche „Nordstern“ stehen auf dem Programm. Immer wieder waren die Pferseer beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit Baukörper, welche die industrielle Geschichte dieses Landstriches repräsentieren, heute genutzt und integriert werden.

Den grandiosen Abschluss der von Wolfgang Konrad konzipierten Ruhrtour bildete aber schließlich die Ausstellung „Sonne. Mond und Sterne“ in der Zeche „Zollverein“. Wo bis 1993 Kohle zu Koks verwandelt wurde, zeigen die Leute aus dem Ruhrpott mit dem  „Märchen von der Kohle“ die Wechselwirkung zwischen Leben und Energie.

Gelernt haben die Pferseer, dass es sich lohnt mit dem industriellen Erbe sorgsam umzugehen. Es ist Orientierung für die Bevölkerung und damit ein Stück Identifikation. Diese Denkmäler abzureißen hieße, die Region zu berauben. Übertragen auf Augsburg sollten sich die Fuggerstädter nicht nur der Bedeutung ihrer mittelalterlichen Bauwerke bewußt sein, sondern zumindest künftig genauso sorgsam mit den Gebäuden umgehen, die für Augsburgs Bedeutung als Industriestadt heute noch stehen.

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Wohnen und Arbeiten in Augsburg

1999 organisiert die BÜRGERAKTION zwei Führungen im Architekturmuseum Schwaben.

Am 18.5. zeigt uns Barbara Wolf Wohnbauten der 20er Jahre. Um der durch die Industrialisierung bedingten Wohnungsnot zu begegnen, wurden von der Stadt damals große Wohnhöfe errichtet. Herausragendes Beispiel ist der 1928/29  vom Augsburger Architekten Wechs im Stil des "neuen Bauens" errichtete Schuberthof an der Rosenau-/Schlettererstraße.

Die  Ausstellung „Industriearchitektur“ zeigt am 5.12. Wolfgang Kucera von der Geschichtswerkstatt. Das Schicksal vieler Augsburger Industriebauten verdeutlicht gleich das erste Exponat: Am Museumseingang eine Abrissbirne. Von den 34 in der Ausstellung gezeigten Fabriken sind nur 14 dem Abriss - bisher - entgangen. Auch das 1928 im Bauhausstil errichtete „Bemberg Werk II“ an der Hessenbachstr. wurde 1993 trotz Eintrags in die Denkmalliste abgebrochen. Seitdem klafft an dieser Stelle ein tiefes Loch.

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Wo, bitte, geht’s auf die B 17?

Kommt er oder kommt er nicht, der kreuzungsfreie Umbau der B 17? Und wenn er kommt, wie sieht er aus? Im Gespräch sind derzeit zwei Lösungen: Die B 17 wird tiefer gelegt und führt unter der Leitershofer Straße hindurch, oder aber die Leitershofer Straße wird an dieser Stelle unterbrochen. Dann kann man von Pfersee kommend nach Norden auf die B 17 fahren, um nach Süden zu kommen müsste man die Auffahrt „Stadtbergen“ benutzen. Das hätte sicherlich Konsequenzen für die Verkehrserschließung der
Sheridan-Kaserne - ein Grund mehr für unsere ständige Forderung nach einem Gesamtkonzept, das nicht am Kasernenzaun endet.

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Reif für die Insel

Zugegebenermaßen können in einer Stadt mit 2000-jähriger Geschichte Vorstellungen zu Raum und Zeit – zumal in Verbindung mit der Erlebnisebene einer ungeduldig zappeligen BÜRGERAKTION – erheblich variieren. Schon Einstein wusste: alles relativ.

O island in the sunWenn sich die Augsburger Stadtverwaltung aber einmal eines Themas angenommen, dann gilt kein Zögern und kein Zaudern mehr. Frei nach dem Prolog der Heinzelmännchensaga: „Ei, wie war es doch vordem zu Umbauzeiten so bequem“ wollte man auf ewig wohl an die glorreichen Zeiten von 1998-99 erinnern mit der Dauersperrung der Fußwege im Bereich der Spinnerei und Weberei Pfersee – ohne erkennbar veranlassende Bauarbeiten (vgl. Jahresbericht 98/99: Feldversuch Verkehrsberuhigung).

Und so ist seit Abzug der letzten Bautrupps inmitten der Augsburger Straße zu bestaunen, dass  Pfersee von der Stadtspitze nicht etwa mittlerweile vergessen wurde, sondern dass an der Umgestaltung des Zentrums sehr wohl mit Hochdruck gearbeitet wird – die bewährte Sperrfläche wurde vom Gehweg, in etwas erhöhter Form, einstweilen in die Straßenmitte verschoben.

Die Insel nun ist weder als Querungshilfe noch als Haltestelle tauglich – aber wer fragt bei Mahnmalen schon nach schnödem Nutzen.

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Vorschau 2000

Bürgerhaus Pfersee
Donnerstag, 14. April 2000, 20 Uhr

Alltag und Brauchtum
um die Jahrhundertwende

Prof. Dr. W. Pötzl, Kreisheimatpfleger
Ein Blick auf das Leben der Leute
in unserer Gegend vor etwa 100 Jahren


Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP)
Samstag, 29. April 2000

Pferseer Maibaum

Der Maibaum wird aufgestellt
Umzug und buntes Programm auf dem
Platz vor der Herz-Jesu-Kirche


Bürgerhaus Pfersee
Samstag 22. Juli und Sonntag 23. Juli 2000

Streifzüge in die Vergangenheit

Interessante Arbeitsergebnisse der Beschäftigung mit historischen Themen werden in einer Ausstellung und begleitenden Aktionen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Damit soll historisches Wissen auf unterhaltsame, aber auch informative Weise präsentiert werden. Jeder kann sich beteiligen!

Interessiert? Dann rufen Sie im Bürgerhaus Pfersee an (0821/52 59 69 - Frau Blöchl)!

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Impressum

Jahresbericht 1999 / 2000
der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. - 18. Jahrgang

Herausgeber:
Vorstand der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V.
Gitta Hopp-Köhler, Max-Pechstein-Straße 13a
Dietmar Egger, Egelseestraße 9
Bernhard Kammerer, Kirchbergstraße 3
alle 86157 Augsburg

Texte:
Dietmar Egger - Gitta Hopp-Köhler - Bernd Kammerer - Petra Kammerer - Klaus Konrad - Wolfgang
Konrad - Peter Seyboth - Roswitha Staudinger - Ulrich Truckenmüller

Bilder:
Eva Bonengel - Bernd Kammerer - Julia Kammerer - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth

Titelbild (Renate Huß):
„Land unter“ in Pfersee

Auflage der gedruckten Ausgabe:
800 Exemplare

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