Pfersee feiert fest
Pfersee feiert fest

Gemeinsam mit den Vereinen und Organisationen aus Pfersee feiern wir ein großes Stadtteilfest am Mühlbach.
(Siehe auch die Beiträge „Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine“ und „Pfersee feiert fest“)


   Augsburg, März 2007
- Der Vorstand -

Jahresbericht 2006 / 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und Freunde der
BÜRGERAKTION PFERSEE,

im Berichtszeitraum kann sich Pfersee wieder einmal
als funktionierendes Gemeinwesen präsentieren. Zunächst gedenken die Vereine aus dem Stadtteil des dreißigjährigen Bestehens der Pferseer Arbeitsgemeinschaft, der die BÜRGERAKTION aktiv angehört, mit einer ökumenischen Andacht im Zoo unter dem Dach der Goggelesbrücke. Im September schließlich feiern wir alle gemeinsam ein Stadtteilfest auf der Grünanlage entlang des Mühlbaches, wobei ein  funkelndes Brillantfeuerwerk über Pfersee den absoluten Höhepunkt bildet.

Selbstverständlich vergessen wir darüber nicht, die

Entwicklung unseres Stadtteils kritisch-konstruktiv zu begleiten. Gerade die zögerliche Umsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ist derzeit für uns mehr als ärgerlich. Für Ihr Interesse danken wir Ihnen und möchten Sie bitten, uns auch weiterhin so wie bisher zu unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen
BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“
      
Dietmar          Georgine              Bernhard    
Egger             Truckenmüller      Kammerer   
(Vorsitzender)     (stellv. Vorsitzende)    (stellv. Vorsitzender)

2006/ 2007 auf einen Blick Zum Seitenanfang

Januar
Die BÜRGERAKTION nimmt ausführlich zu den verschiedenen Varianten für den Trassenverlauf der Tram-Linie 5 Stellung.

Februar
Die BÜRGERAKTION fordert ein Gesamtkonzept für die neue Straßenbahn-Linie 5.

April
Die BÜRGERAKTION widerspricht dem Finanzreferenten zur möglichen Finanzierung der neuen Goggels-Brücke.
„Pferseer Maifest“ - Die BÜRGERAKTION beteiligt sich wie jedes Jahr mit dem Würstlstand

Mai
Jahreshauptversammlung der BÜRGERAKTION „Pfersee-Tag“ im Augsburger Zoo zur Feier des 30jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Pfersee (AGP)

September
„Pfersee feiert fest“ mit Live-Band und Brillantfeuerwerk in der Grünanlage am Mühlbach – eine Veranstaltung gemeinsam mit der AGP

September/Oktober
Fahrt zur „Regionalen Expo 2006“ mit Besuch der drei bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid

Dezember
Die BÜRGERAKTION mahnt die Fortsetzung der Verkehrsberuhigung an.

Organisation
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Vorstand
Auch 2005/2006 führen Dietmar Egger als 1. Vorsitzender, Georgine Truckenmüller und Bernhard Kammerer als Stellvertreter den Verein. Kassier: Wolfgang Konrad; Schriftführer: Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller; Revisoren: Walter Schneider und Uta Shaughnessy; Beiräte: Margarete Billian, Alexander Meyer, Angelika Simak und Roswitha Staudinger.

Mitglieder
Die Zahl der Mitglieder verändert sich geringfügig von 153 (01.01.2006) auf 150 (01.01.2007). Abschied müssen wir von unseren Mitgliedern Gustav Grethe und Dr. Peter Herzog nehmen, die beide leider im Jahr 2006 verstorben sind.

Kasse
Der Kassier und die Kassenrevisoren tragen auf der Jahreshauptversammlung vor.

Mitgliederversammlung
09.05.2006 Jahreshauptversammlung mit Wahlen des Vorstandes

Vorstandssitzungen
  • 24.07.2006
  • 11.09.2006
  • 25.10.2006
  • 29.11.2006
  • 10.01.2007
  • 01.03.2007
  • 19.04.2007
Bürgerstiftung Augsburg  "beherzte Menschen"
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Die seit 2002 bestehende „Bürgerstiftung Augsburg - Beherzte Menschen“ hat seit November 2006 einen neuen Vorstand. Petra Kammerer (1. Vorsitzende) und Uta Shaughnessy (2. Vorsitzende) haben die Aufgaben übernommen. Ute Conrad widmet sich innerhalb der Bürgerstiftung neuen Zielen. Walter Schneider ist neuer Stiftungsrat.

Walter Conradi, Petra Kammerer, Uta Shaughnessy (v.l.)

Das beliebte Projekt „Lesezelt im Botanischen Garten“ sowie der Jugendpreis „Aufstehen“ Engagement und Zivilcourage - werden auch im neuen Jahr weitergeführt. Unter www.buergerstiftung-augsburg.de sind weitere Informationen über die Aktivitäten zu erfahren. Um vielseitige Aufgaben in Augsburg zu fördern, werden weiterhin Stifterinnen und Stifter sowie Spenden dringend gesucht.

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet im Bürgertreff, Philippine-Welser-Str. 5a ab 18.00 Uhr die Bürger-Sprechstunde statt mit anschließender öffentlicher Vorstandssitzung, zu der jeder herzlich eingeladen ist.
 
Forum Augsburg lebenswert
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Im vergangenen Jahr werden im Forum vor allem die Pläne der Stadtwerke zur Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg diskutiert und mit eigenen Stellungnahmen konstruktiv-kritisch begleitet. Leider muss einmal mehr die Erfahrung gemacht werden, dass bei diesem Thema Bürgerbeteiligung in der Zwischenzeit als störend empfunden wird, und dass das Potential, das im Beteiligungsverfahren liegt, in keiner Weise gesehen wird.
So bleiben die Anregungen, die zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 nach Hochzoll und zum Umbau des Königsplatzes gemacht werden, bisher wirkungslos.

Lokale Agenda 21
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Die Bürgeraktion Pfersee ist u.a. auch in den Prozess der Lokale Agenda 21 eingebunden – im Berichtsjahr insbesondere in das Fachforum „Nachhaltige Stadtentwicklung“.
Neben der Erarbeitung eines Kriterienkataloges, der Interessierten ermöglichen soll Bebauungspläne auf
ihre Sinnhaftig- und Nachhaltigkeit zu überprüfen, steht hier aktuell die Diskussion zum Umbau des Königsplatzes im Zentrum des Interesses.
Als Anrainer liegt uns eine baldige Umsetzung der sogenannten „Mobilitätsdrehscheibe“ am Herzen, daher sind wir interessiert das Gesamtprojekt nicht durch eine verkorkste Teilplanung zu diskreditieren: Wie zuvor am Hauptbahnhof werden städtebauliche Aspekte sträflich vernachlässigt, der Umgang mit dem öffentlichen Raum erst gar nicht thematisiert.

ARBEITSGEMEINSCHAFT  PFERSEER VEREINE (AGP)
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Traditionell kümmert sich die AGP um den Maibaum, den die Freiwilllige Feuerwehr Pfersee in diesem Jahr ohne Pannen aufstellt. Beim Maifest, das gemeinsam von AGP und „Pfersee aktiv“ ausgerichtet wird, betreut die BÜRGERAKTION wie schon in den letzten Jahren den Würstlstand. Unter der kalten Witterung leidet zwar der Bierverkauf, nicht jedoch der Absatz an Bratwürsten. So kommt doch noch Geld in die Kasse, schließlich müssen die Kosten für Maibaum erwirtschaftet werden.

Pfarrerin Fessler und Monsignore Götz folgen aufmerksam den Worten von OB Wengert.
Pfarrerin Fessler und Monsignore Götz folgen aufmerksam den Worten von OB Wengert.

2006 ist für die AGP ein großes Jahr: Sie feiert ihr 30jähriges Bestehen. Vorsitzende Annelies Haaser-
Schwalm lädt deshalb am 20. Mai zu einem ökumenischen Andacht, gestaltet von Pfarrerin Stéphanie
Fessler und Monsignore Franz Götz, und zu einem anschließenden Empfang in den Augsburger Zoo. Wir feiern unter dem Dach der Goggelesbrücke, das jetzt im Zoo als Wetterschutz dient. In der von Peter Bader musikalisch umrahmten Feier betont OB Dr. Paul Wengert in seinem Grußwort das langjährige Engagement der Pferseer und verspricht, das sie auf die neue Goggelesbrücke
nicht bis zum St. Nimmerleinstag warten müssen. Als Überraschung wird der „Gründungsvorstand“
der AGP, Altstadtrat Walter Ganser zum Ehrenmitglied der AGP ernannt.

Altstadtrat Ganser wird von der AGP-Vorsitzenden Haaser-Schwalm zum Ehrenmirglied ernannt
Altstadtrat Walter Ganser (r.)wird von der AGP-Vorsitzenden
Annelies Haaser-Schwalm zum Ehrenmirglied ernannt

Um aber auch in Pfersee das Jubiläum gebührend zu feiern, greift die AGP die Idee eines Stadtteilfestes auf, wie sie von der BÜRGERAKTION vorgetragen wird. Absoluter Höhepunkt des Stadtteilfestes ist ein Gag, den Walter Ganser Dank zahlreicher Spenden von Privatleuten und Firmen aus dem Stadtteil organisieren kann: Ein Brillantfeuerwerk lässt am Freitagabend den nächtlichen Himmel über Pfersee erstrahlen (siehe auch Bericht Pfersee feiert fest).

Bürgerhaus Pfersee
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Die Gestaltung der Freiflächen um das Bürgerhaus schreitet weiter voran. Die Feuerstelle ist eingeebnet
und eine neue Sitzgruppe entstanden. Parkbänke und Bepflanzung werden als Nächstes in Angriff genommen.

Klara Blöchl vom Bürgerhaus Pfersee stellt „Leben in Pfersee“ vorMit der Broschüre „Leben in Pfersee“ gibt Klara Blöchl, Leiterin des Bürgerhauses, mit einem ehrenamtlichen Redaktionsteam ein umfangreiches Nachschlagewerk über Pfersee heraus. Es enthält Informationen von den soziale und kulturelle Einrichtungen über die im Stadtteil vertretenen Organisationen und Vereine bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten in unserem Viertel.
Eine wichtige Orientierungshilfe nicht nur für „Neu-Bürger-Innen“!

Weitere Info unter www.leben-in-pfersee.de


Denkort in der Sheridankaserne
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Halle 116 in der Sheridankaserne

Im vergangenen Jahr kann die „Initiative Denkort“ immer wieder den Blick auf die Halle 116 in der Sheridan-Kaserne lenken. Die Halle war in den letzten Kriegsjahren ein Außenlager des KZ Dachau, in der bis zu 2000 Zwangsarbeiter untergebracht waren.

Nachdem der Stadtrat beschließt das Gebäude zu erhalten, gilt es ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Ein Architekturbüro ermittelt: weder der Erhalt, noch der Betrieb werden größere Probleme aufwerfen. Im Gegenteil: Die Halle eignet sich durch ihre äußerst robuste Bauweise für vielfältigste Aktivitäten. Der Denkort, soll in einem Teil des Gebäudes eingerichtet werden. In diesem Zusammenhang ist der Leserbrief eines Fachmannes interessant, der darauf hinweist, dass die Kasernenanlagen bis zu Abzug der Amerikaner mit einem Aufwand von vielen Millionen immer auf dem besten Stand gehalten wurden und der Umweltschutz dabei einen hohen Rang einnahm.

Thomas Muggenthaler liest aus seinem BuchIm März 2006 liest der Rundfunkjournalist Thomas Muggenthaler in der Halle aus seinem Buch „Wir hatten keine Jugend. Zwangsarbeiter erinnern sich an ihre Zeit in Bayern“. Die Lesung machte deutlich,
wie wichtig es ist, bauliche Dokumente aus dieser Zeit der Verfolgung und Diktatur zu erhalten und ihre Geschichte zu würdigen. So können Zeichen gegen die Geschichtsverfälschung gesetzt werden, die immer wieder von der rechtsradikalen Szene versucht wird. Aus diesem Grund schlägt die Initiative Denkort auch vor, die Straßen im ehemaligen Kasernengebiet nach Opfern und Widerstandkämpfern im 3. Reich zu benennen.

Die Vorschläge reichen dabei von Ernst Lossa, der schon als Kind der Euthanasie zum Opfer fiel, über
die Augsburger Widerstandskämpferin Anna Pröll bis zu Carl Sheridan, der sein Leben für die Befreiung
Deutschlands ließ und nach dem die Kaserne zuletzt benannt war.

Unter www.denkort.de ist auch eine ausführliche Liste dieser Straßennamen im Internet zu finden.

Déjà-vu
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Der kreuzungsfreie Ausbau der B 17 auch für die letzte verbliebene Kreuzung an der Leitershofer Straße
wird schon lange diskutiert. So alt wie die Diskussion ist auch die Forderung nach Verbesserung des Schallschutzes im Umgriff – bewältigt die B 17 mittlerweile doch annähernd das Doppelte des ursprünglich prognostizierten Verkehrsaufkommens.

Während für die Anschlüsse der Leitershofer Straße, statt der vormals geplanten „Holländer-Rampen“ wie an der Eichleitnerstraße, mittlerweile eine flächenintensive Lösung mit Kreisverkehren vorgesehen wird, die auf Pferseer Seite versucht Ortsunkundige weitgehend von einer Querung des Stadtteils abzulenken, taucht plötzlich die Frage nach der Höhenlage wieder auf.

Trotz Absenkung unter den regelmäßigen Grundwasserpegel wird eine Tieferlegung der Fahrbahn offenbar ernsthaft diskutiert. Zur Erinnerung: Bereits in der Bürgerwerkstatt Sheridan-Kaserne hatten wir gefordert die B 17 tiefer zulegen – allerdings gleich bis zum Tunnel in Stadtbergen, mit dem Verweis auf die sonst entstehende, schallschutzgerahmte Berg- und Talfahrt durch die Wertachaue.
...über Berg und Tal

Pfersee feiert fest!
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Jeder gestandene Pferseer erinnert sich gern an unsere Stadtteilfeste auf der Schlösslewiese. Diese Tradition wollen wir schon länger wieder aufnehmen. Als ein Ergebnis unserer Stadtteilkonferenz „Jugend in Pfersee“ ergibt sich, dass alle Aktiven im Stadtteil an enger Zusammenarbeit, zumindest wenigstens an einem näheren Kennenlernen des anderen interessiert sind. Was liegt also näher als ein “Stadtteil- Kennenlernfest“ zu feiern?
Gesagt – geplant - getan!
Als kompetenten Partner holen wir uns die AGP ins Boot. In vielen Sitzungen und Gesprächen erarbeiten wir gemeinsam das Konzept unseres neuen Festes, diesmal auf der Grünanlage entlang dem Mühlbach. Als endlich am 15. September der Tag da ist, fängt es nach langer Schönwetterperiode vormittags heftig zu regnen an. Wir lassen uns die Freude nicht vermiesen (zum Absagen war es eh zu spät) und feiern fest.
OB Wengert gratuert dem Redaktionsteam von "Leben inPfersee"
OB Paul Wengert (2. v.rechts) gratuliert dem Redaktionsteam von „Leben in Pfersee“: Karl Linse,
Carsten Höß, Stadträtin Annelies Haaser-Schwalm, Klara Blöchl und Walter Ganser (v. l. n. r.)


Am Freitagabend - zur Eröffnung kommt der OB - spielt die Gruppe „Saitenspiel“ auf, eine Tanzgruppe
ist zu bewundern und das Bürgerhaus stellte seine neu erarbeitete Broschüre „Leben in Pfersee“ vor. Noch hält das kühle Wetter die Festbegeisterung etwas inGrenzen. Am Samstag jedoch werden wir für unsere Mühen voll entschädigt.

Alle Teilnehmer hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen, um sich bestens zu präsentieren: Zum Sehen, zum Hören oder gar zum Mitmachen laden ein: Tanzvorführungen, Malaktionen, Stadtteilspiel, Pfadfinderjurte, die verschiedensten Bands oder das große rote Feuerwehrauto…

Nach getaner Arbeit ist gut sitzen. Die "Junge Werkstatt" hat eine Sitzgelegenheit errichtet.Und über allem scheint die Sonne... bis wir das Fest mit einem wunderschönen „Mühlbachleuchten“ aus vielen mit brennenden Kerzen bestückten Holzschiffchen beenden.
Später hören wir von den Aktiven, dass ihnen das Fest durchaus neue Interessenten gebracht hat und damit auch dieser Zweck erfüllt war. Übrigens, schreiben Sie es sich doch bitte in Ihren Kalender: Am zweiten Wochenende im September 2008: Pfersee feiert fest!

Die Gruppe "Saitensprung"
Die Gruppe "Saitensprung"


Mobilitätsdrehscheibe
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Varianten zur Linienführung der Linie 3 und 5 unter dem HauptbahnhofGroße Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus – heißt
es. Insofern ist das Jahr 2006 als Schatten- oder  Ankündigungsjahr zu verbuchen:
Das Planfeststellungsverfahren dient zwar bereits im
Sommer als Argument, warum über Teilplanungen
wie den Königsplatz nicht öffentlich diskutiert werden
kann, im Übrigen aber auch 2006 wieder nicht eingeleitet.
Eine grundsätzliche Planungsvereinbarung mit der Bahn soll immerhin den Neubau eines zusätzlichen
Bahnsteigs sicherstellen, der für die Abwicklung des
S-Bahn-ähnlichen Regionalverkehrs dringend benötigt
wird und auch über die erforderlichen Bahnsteigbreiten
verfügen wird.
Von der Bahn sollen auch bisher hartnäckig verteidigte
Betriebsgebäude als verzichtbar erkannt worden sein,
die der Verwirklichung eines präsentablen Westzugangs zum Bahnhof am Sebastian- Buchegger-Platz bislang entgegenstanden.
Für 2007 wird ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für das Bahnhofsumfeld von der Schaezlerstraße bis zur
Rosenaustraße in Aussicht gestellt, der Königsplatz
und Thelottviertel seltsamerweise aber ausschließt.
Der Bau der Linie 5, bisher als unverzichtbar für den
Umbau des Bahnhofs dargestellt, wird vom OB inzwischen in Frage gestellt – zugunsten eines vorgezogenen Ausbaus der Linie 3 nach Königsbrunn.
Konsequenterweise ist von einem Neubau eines zusätzlichen Straßenbahnbetriebshofs auf dem Gelände des TSV Pfersee an der Bgm.- Ackermann-
Straße
nicht mehr die Rede – der ist mittlerweile an
der Firnhaberstraße
gesehen.

Verkehrsberuhigung Pfersee Zum Seitenanfang

Endlich: Radfahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung jetzt auch in Pfersee erlaubt

Entgegen allen Versprechungen von Politik und Verwaltung erhält das Engagement der Pferseer für dieses Projekt nun schon die zweite schallende Ohrfeige.

Zur Erinnerung: Im Sommer 2005 opfert eine Gruppe von fast 20 Bürgern einen großen Teil ihrer Freizeit
und erarbeitet zusammen mit einem Verkehrsplaner und Verwaltungsleuten Vorschläge zur Verkehrsberuhigung für den gesamten Stadtteil. Das Konzept wird einstimmig im Stadtrat verabschiedet und mit Finanzierung- und Zeitplan versehen. Als wichtiger Nebeneffekt kann durch die Lösung der Verkehrsprobleme der „Bebauungsplan Sheridan-Kaserne“ zügig entwickelt werden.

Die Finanzierung des Verkehrskonzeptes bleibt allerdings weit hinter den Erfordernissen zurück, erst im
Nachtragshaushalt werden Mittel bereitgestellt. Die reichen nur für einige punktuelle Maßnahmen, vor
allem für die Erhöhung der Sicherheit vor der Hans-Adlhoch-Schule und für eine Querungshilfe am Beginn der Eberlestraße.

In der Eberlestraße nützen allerdings Anwohner die entstehende Unsicherheit aus, um dringend nötige Verbesserungen im Bereich Ludwigshafener Straße vorläufig zu verhindern.

Bei einer Besprechung mit der Bürgergruppe im Herbst 2006 werden die Pläne deshalb nochmals konkretisiert und Verbesserungen vereinbart. Umso größer ist der Schock als bei der Verabschiedung des städtischen Haushaltes wieder keine Mittel für das Projekt eingestellt werden. Die BÜRGERAKTION bittet daraufhin erneut den Oberbürgermeister um Hilfe, der allerdings nur auf den Nachtragshaushalt hinweist.

Fazit: Dass das Projekt Verkehrsberuhigung tatsächlich in absehbarer Zukunft realisiert wird, ist keineswegs gesichert. Die Stadt verkennt die Bedeutung dieses Projekts als Modell zur Verbesserung der Lebensqualität. Gerade bei der aktuellen Diskussion um regionalen Schutz von Luft und Klima kommt der Realisierung einer solchen Planung ein hoher Stellenwert bei.

Querungshilfe und "Bremse" in der Kirchbergstraße
Querungshilfe und "Bremse" in der Kirchbergstraße

Spielen im Dierigpark
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„Das wird eine Katastrophe für Kinder“ lautete die Überschrift, mit der die Augsburger Allgemeine 2002 über die Nutzungsänderung auf dem Dierig Gelände und die damit verbundene Auflösung der Dierig Sport- und Grünfläche berichtet.

Spielplatz im DierigparkAuf einem Teil der Grünfläche wird ein öffentlicher Park errichtet, in den ein öffentlicher Kinderspielplatz eingebunden ist. Diese Planung ist rechtsverbindlich in einem Bebauungsplan festgesetzt, der allen neuen Nutzern und Eigentümern zugänglich ist.

Für die Errichtung des Parks erhält die Firma Dierig großzügiges und wertvolles Baurecht. Die Pflege
der Fläche wird allerdings die Stadt übernehmen.

Im Frühjahr 2006 fordern die neuen Anwohner die unverzügliche Öffnung der gerade hergestellten Anlage. Das zuständige Amt will noch warten, bis alles gut eingewachsen ist. Nach Intervention von Bürgermeister Kirchner und der Firma Dierig erfolgt allerdings die Freigabe. Kaum ist der Park geöffnet,
stellen die Anwohner fest, dass er auch genutzt wird. Sie fühlen sich nun belästigt. Rufe nach der
Polizei werden laut. Vor allem die Geräusche des Kinderspielplatzes werden als unerträglich empfunden. Öffentlicher Protest, vorgetragen über die Zeitung, folgt. Von einer Katastrophe ist die Rede.
Spielpaltz im DierigparkAllerdings nicht von einer Katastrophe für die Kinder, sondern für das Ruhebedürfnis. Die Verlegung des Platzes wird gefordert, ein Punkt der unlösbar ist, da mit dem Dierig-Sportplatz inzwischen auch die letzte Freifläche in diesem Bereich verplant ist. Fazit: Über Jahrzehnte hat die Dierig-Grünfläche einen unbezahlbaren Beitrag für die soziale Integration der Stadtteilbewohner und für die gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen geleistet.

Die Zerstörung dieser Situation zeigt: es ist höchstens in Ansätzen möglich, neue Freiflächen zu schaffen. Hoffentlich lernen die Bewohner bald, dass auch oder gerade Kinder und Jugendliche einen Platz in der Stadt haben müssen, wenn diese eine Zukunft haben will.

Es grünt so grün...  Zum Seitenanfang
Kommandaturgebäude in der Sheridan-Kaserne
Kommandaturgebäude in der Sheridan-Kaserne

Zugegeben, aktuell präsentiert sich das Gelände der Sheridan-Kaserne nicht gerade ansehnlich, bar der
Bebauung entlang der Bgm.-Bohl-Straße und spärlich garniert mit den Schachtköpfen der neuen Kanäle.

Angesichts des großen Zulaufs zu diversen Informationsveranstaltungen auf dem Gelände scheint dies das Interesse an den zukünftigen Wohnbauflächen aber nicht zu trüben. Und erfreulicherweise ergeben sich bisher auch keine Anhaltspunkte, die uns am Konzept zweifeln ließen.

Der Wettbewerb zum Neubau einer Grundschule ist entschieden, die Fertigstellung bis September 2009
zum Einzug der meisten neuen Anwohner möglich.

Auch die ersten detaillierten Freiraumplanungen bestätigten den sympathischen Eindruck, den der prämierte Entwurf bereits beim Ideenwettbewerb hinterlassen hatte. Mittlerweile verdichten sich auch Anzeichen für eine Nachnutzung des Kommandaturgebäudes, westlich des geplanten Schulstandortes, und der benachbarten Sporthalle – wir haben uns für die Idee eines gedeckten Jugendspielplatzes stark gemacht.

Auch der Zugang zum künftigen Park vom Westfriedhof aus, mit Cafeterrasse und Straßenbahnanschluss, scheint den hohen Erwartungen gerecht zu werden.

Neuer Wertachwehr in Göggingen
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Im Jahr 2006 wurde das neue Ackermannwehr als Ersatz für das beim Pfingsthochwasser 1999 zerstörte alte Wehr gebaut. Es wurde als Schlauchwehr mit einem Feld errichtet (ursprünglich waren zwei Felder geplant). Aus dem 35 Meter breiten Schlauch wird bei Hochwasser die Luft heraus gelassen, sodass die Wertach dann auf der ganzen Breite ungehindert durchfließen kann.

Das Schlauchwehr bei der Gögginger Brücke
Das Schlauchwehr bei der Gögginger Brücke

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth hat neben dem Wehr einen Umgehungsbach gebaut, der den Fischen den Aufstieg über das Wehr ermöglicht. Eine Betonwand am Einfluss des Baches soll bei Hochwasser den Durchfluss begrenzen. Das Rohr zwischen Wehr und Fischtreppe dient zur Verstärkung der Strömung um den Fischen zu zeigen wo es lang geht. Die Fachleute nennen es Lockwasserleitung.

Bei Niedrigwasser bleibt in der Wertach ein Mindestabfluss von 2,4 m³ pro Sekunde, der sich auf das Rohr, den Umgehungsbach und die Kiesschleuse am östlichen Ufer verteilt und nicht in den Kanal fließt. Das ist mehr als beim alten Wehr, das bei normalem Wasserstand immer ganz geschlossen war, sodass in der Wertach nur Wasser war, das sich irgendwie seinen Weg gesucht hat.

Ideen der "regionalen EXPO 2006" Zum Seitenanfang

Die Mitgliederfahrt der Bürgeraktion Pfersee führt 2006 zu den Wurzeln der deutschen Industrie ins
Bergische Land. Es waren die Tuchmacher, die entlang der Wupper die ersten deutschen Fabriken
gründeten, und so entdecken die Pferseer ihnen durchaus bekannte Namen wie „Bemberg“, Namen,
die einst auch den Textilstandort Pfersee prägten.

Mit der Schwebebahn durch Wuppertal
Mit der Schwebebahn durch Wuppertal

Anlass der Fahrt ist die „Regionale EXPO“. Unter diesem Stichwort fanden sich vor sechs Jahren die
drei bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid zusammen, um gemeinsam Projekte zu
entwickeln, die den Strukturwandel in der Region aufgreifen und deren Lebensqualität und Leistungsfähigkeit verbessern sollen. Dieses Gesamtprojekt findet 2006 mit zahlreichen Aktivitäten, bei denen das Erreichte vorgestellt wird, seinen Abschluss.

Auf dem „Ölberg“, dem Arbeiterviertel von Wuppertal
Auf dem „Ölberg“, dem Arbeiterviertel von Wuppertal

So nahm sich Wuppertal die Erneuerung der Schwebebahn vor, diesem einzigartigen Verkehrsmittel, welches die längs des Flusses aufgereihten Stadtviertel verbindet. Schwebend erfahren sich die Pferseer  die Stadt, wobei das Wohnhaus des Arbeiterführers Friedrichs Engels ebenso auf dem Programm steht, wie der „Ölberg“, das Viertel der ehemaligen Heimarbeiter. Mit Bürgerbeteiligung wird diesem Viertel wieder neue Lebensqualität gegeben.

Reiseteilnehmer vor dem Geburtshaus von Friedrich Engels
Reiseteilnehmer vor dem Geburtshaus von Friedrich Engels

Am zweiten Tag besuchen die Pferseer Solingen, bekannt für seine Stahlwaren. Erstes Ziel ist die
Konversionsfläche am ehemaligen Hauptbahnhof, wo das Empfangsgebäude heute als Designmuseum
genutzt wird. Daneben dienen die einstigen Stückguthallen Künstlern und Manufakturen als Werkstätten
und Ateliers und demnächst wird hier im Museum „Plagiarius“ die Produktpiraterie angeprangert.

Die alte Güterhalle dient heute Künstlern als Atelier
Die alte Güterhalle dient heute Künstlern als Atelier

Auch in Solingen finden die Pferseer einen Bezug zu Augsburg, führt dort doch die mit 107m lichter Höhe höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die von der MAN im Jahr 1897 im freien Vorbau errichtete „Müngster Brücke“, über das Tal der Wupper. Heute lädt im Tal ein „Brückenpark“ zur Wanderung längs des Flusses ein, entlang dem heute noch vereinzelt die Reste ehemaliger Schleifereien an die frühe Nutzung der Wasserenergie erinnern.

Ein Stück führt die Wanderung auch auf der „Korkenziehertrasse“, einer aufgelassenen Bahnstrecke,
die sich ohne Steigung durch Solingen schlängelt und so die einzelnen Stadtteile in dem ansonsten
von vielen Hügeln geprägten Ort bequem für Radler, Skater und Fußgänger verbindet.

Müngstener Brücke über die Wupper
Müngstener Brücke über die Wupper

Den dritten Tag widmen die Pferseer der Tuchmacherstadt Lennep, heute Teil von Remscheid. In dem heute noch von Schieferfassaden geprägten Stadtkern können die Augsburger vieles über die Tuchmacherei von der Heimarbeit bis hin zur industriellen Fertigung erfahren, lernen das Geburtshaus von Conrad Röntgen kennen, der als erster die nach ihm benannten „Röntgenstrahlen“ für medizinische Zwecke nutzte, erfahren vieles über die Bemühungen dieser Region, sich auch weiterhin als Standort zwischen Köln und Düsseldorf zu behaupten.

Jedenfalls nehmen die Pferseer auch aus dieser Region die Erkenntnis mit, dass mit der neuen Nutzung
bestehender Strukturen die Unverwechselbarkeit einer Region bewahrt werden kann ohne die Zukunft zu verbauen. Dies allerdings setzt Verständnis und Wollen voraus. Davon etwas mehr wünschen wir uns für Augsburg, aber auch für Pfersee.


Aufstieg zur Champions-League
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Was hatte sie nicht schon alles zu erleiden, was wurde nicht schon an Schimpf und Schande eimerweise über (in?) ihr ausgegossen.

„Kohlenrutsche“ hatte man sie tituliert und „Angströhre“ nachgerufen, wo sie sich doch soviel Mühe gegeben, sich sogar für die Kulturhauptstadtbewerbung in die Bresche geworfen hatte und seither, grell geschminkt, vom Scheitern kündet.

Überhaupt, Scheitern war bisher ihr Programm. Ganz egal, ob es sich um ukrainische Lastwagenführer oder um Radlerhorden aus den unbotmäßigen westlichen Stadtteilen handelte – ihr Ansinnen die Innenstadt zu erobern, war von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Aber auch die eigene Karriere hat sie stets hintan gestellt. Zumindest augenscheinlich scheint sie nicht geknickt, weil sie nun doch nicht mehr ÖV-Drehkreuz werden darf und auch von all den schicken ICE`s gemieden wird, die sie getreulich stets getragen.

Doch just in dem Moment, als wir sie schon als Mahnmal
der verpassten Möglichkeiten Stadt und Region andienen wollten, das böse Wort „Scheiterhaufen“ machte bereits die Runde, lacht der Vielgeschmähten doch noch unverhofft das Schicksal und sie darf sich endlich unter Ihres Gleichen einreihen.

Und mal ehrlich, im Gegensatz zur Röhre unter dem
Ärmelkanal, bewältigt sie doch deutlich mehr unterschiedliche Nutzer. Der steile Aufstieg von der banalen Unterführung zum weltläufigen Tunnel sei ihr daher herzlich gegönnt, wäre aber doch der Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit und einer rauschenden Feier wert gewesen – s.o.
Vorschau 2007
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Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP)
und PFERSEE aktiv!
Samstag, 28. April 2007, 9.30 bis 15.00 Uhr
Pferseer Maifest
Der Maibaum wird aufgestellt.
Umzug und buntes Programm auf dem Platz der
Herz-Jesu-Kirche

BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e. V.
Donnerstag, 24. Mai 2007, 20.00 Uhr
Jahreshauptversammlung
Bürgerhaus Pfersee

Freiwillige Feuerwehr Pfersee
Sonntag, 24. Juni 2007, 10.00 bis 17.00 Uhr
Tag der offenen Tür
Feuerwehrgerätehaus an der Gollwitzerstraße

Männergesangsverein Germania von 1872
Samstag, 13. Oktober 2007
135 Jahre Germania
Konzert zum Gründungstag
Barbarasaal, Stetteninstitut

BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e. V.
Samstag, 10. November 2007
25 Jahre BÜRGERAKTION
PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e. V.

Festabend im Pfarsaal Herz-Jesu
für Mitglieder und geladene Gäste
unter anderem mit dem a-cappela-Chor
Vox Orange

Impressum
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Jahresbericht 2006/2007

der BÜRGERAKTION PFERSEE „ SCHLÖSSLE “ e. V.
25. Jahrgang

Herausgeber:
Vorstand der
BÜRGERAKTION PFERSEE „ SCHLÖSSLE “ e. V.
Dietmar Egger, Egelseestraße 9
Georgine Truckenmüller, Kirchbergstraße 32
Bernhard Kammerer, Kirchbergstraße 3
alle 86157 Augsburg

Texte:

Dietmar Egger, Bernhard Kammerer, Petra
Kammerer, Wolfgang Konrad, Peter Seyboth,
Georgine Truckenmüller

Bilder:

Alexander Meyer, Mäggi Papst,
Peter Seyboth, Christine Taupitz


Auflage der gedrucken Ausgabe: 800 Exemplare



Jahresbericht als PDF-Datei

I
nhalt

2006 / 2007 auf einen Blick

Organisation
Bürgerstiftung Augsburg beherzte Menschen
Forum Augsburg lebenswert
Lokale Agenda
Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine
Bürgerhaus Pfersee
Denkort in der Sheridankaserne
Dèjá-vu
Pfersee feiert fest
Mobilitätsdrehscheibe
Verkehrsberuhigung Pfersee
Spielen im Dierigpark
Es grünt so grün...
Neues Wertachwehr in Göggingen
Ideen der "regionalen EXPE 2006"
Aufstieg zur Champions-Laegue
Vorschau 2007
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